Was die Mitbewerber schreiben

Bürgermeister Michael Plettenberg in der OP: „Eine vor kurzem erfolgte Gesetzesänderung macht es den Waldinteressenten möglich, erneut über einen Gestattungsvertrag nachzudenken, obwohl nicht 100% der Eigentümer dafür sind. Ich halte das angesichts der Vorgeschichte für legitim.“

Herr Plettenberg räumt es also selber ein: es mußte erst das Gesetz durch die Politik geändert werden, um die Industrieanlagen im Mardorfer Wald zu ermöglichen. Vorher hat 1 Gegenstimme genügt!

„Ich erwarte, dass nur ein Projektierer den Zuschlag bekommt, der auch die Bürgerschaft angemessen finanziell beteiligt. Das hat die Stadt in Beschlüssen und Schreiben gefordert.“

Wie soll das denn gesichert werden? Wenn  der Bürgermeister sagt er kann keine neuen Anlagen verhindern, wie kann er auf die privatwirtschaftlichen Verträge Einfluß nehmen?

Auf seinem Wahl-Facebook:
„Mit dieser Antwort beschreibe ich ohne Schuldvorwürfe, welche Wirkungen die Festlegung des Landes Hessen zu den Windvorranggebieten haben. Gleichzeitig kündige ich an, wie ich mich dazu verhalten werde. Dabei verzichte ich auf Versprechungen, die vom Bürgermeister der Stadt Amöneburg nicht eingehalten werden können – egal wie der heißt!“

DAS trifft NUR für die Herren Plettenberg und Backhaus zu, weil die bei unbotmäßigem Verhalten  auch die in ihren Beamtenjahren erdienten Pensionen gefährden.
ICH habe nichts zu verlieren! Ich BIN schon abgebrannt, so wie es bald viele Windopfer sein werden, wenn die Häuser an Wert verlieren.
Ich kann also völlig angstfrei handeln, so wie es meine Wähler von mir erwarten.
WENN mich die Wähler beauftragen gegen die gesundheitsschädlichen Windkraftwerke aktiv zu werden, kann ich das tun ohne der Industrie den Diener machen zu müssen.

Kandidat Stefan Backhaus auf FB:
„Sie erfahren dort unter anderem, warum ich gegen die Windkraftanlagen „Rund um die Mardorfer Kuppe“ bin und mich aus diesem Grund für die Bürgerinitiative „Es reicht“ einsetzen werde.“

Ich sehe nicht, daß der Bürgermeister sich für eine Bürgerinitiative „einsetzen“  müßte.
Gegen den ungesunden Infraschall im Wind soll er etwas tun, keinen weiteren „frischen Wind“ machen.
Die Bürgerinitiative ist es doch, die sich einsetzt!

„Wir müssen Schritt für Schritt erreichen, dass die Menschen aus nah und fern wieder auf uns aufmerksam werden.“

Wir sind nicht die Zirkustiere, wir müssen gar  keine Aufmerksamkeit erzeugen.
Ein brennendes Windrad erzeugt auch überregional Aufmerksamkeit, zumindest wenn es den historischen Stadtkern in Brand setzt.  Oh, vor dem Rathaus stehen gar keine Windräder! Ist Herr Plettenberg anfällig für Infraschall am Arbeitsplatz?
Ich bin dafür, die Bürger in Ruhe zu lassen!

„Ich möchte als ihr zukünftiger Bürgermeister der Stadt Amöneburg zurück in die Natur und vorwärts in die Zukunft.“

Nanu, hat er sich mit Herrn Plettenberg schon auf die „Amtsübergabe“ geeinigt?

„Unsere einmalige historische Kulturlandschaft und die gelebte Natur vor der Haustüre dürfen wir keinen unnötigen Gefahren aussetzen.“

Aber  die Menschen dürfen den Gefahren durch bereits laufende Windräder ausgesetzt bleiben?
Ich habe mich am Sonntag über Biodiversität informieren lassen und dabei Einiges mehr über die Tricks der Industrie erfahren.
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Über Hessenhenker

Ich bin ein Künstler, wenn auch mit 1,78 m kein großer.
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26 Antworten zu Was die Mitbewerber schreiben

  1. Hessenhenker schreibt:

    Soll der Wald mit weiteren Windturbinen aufgefüllt werden?
    Trotz runder Tische: was genehmigt ist, wird auch gebaut, wie die Politik es geplant hat. Ein „Windvorranggebiet“ ist dazu da, es mit Windindustrieanlagen vollzustellen. Da kann der Tisch noch so rund sein.
    Der Frieden wird nicht durch DIE Menschen gefährdet, die sich gegen die Gefährdung ihrer Gesundheit in der BI „Es reicht“ einsetzen! Die Gefährdung geht vom Schädiger aus.

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  2. natureparkuk schreibt:

    Man konnte auch täglich Zwiebeln an die Bevölkerung verteilen und den aufkommenden Wind als Biogas sammeln und verwerten. Bei guter Sammlung wurde es außer der Geräuschbelastung kaum negativen Umwelteinflüsse geben. Bei Nichtsammlung bestünde natürlich das Risiko des Dinosaurier – Furz – Klimaerwärmungseffekt.

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  3. aurorula a. schreibt:

    der auch die Bürgerschaft angemessen finanziell beteiligt.
    Finger weg.
    Da wird die Windmühle zum Projekt. Und? Das heißt nur daß dem Windrad ein paar schön klingende Papiere hinterhergeworfen werden, die im Endeffekt nur dazu da sind den Anwohnern das Gefühl zu geben irgendwie beteiligt zu sein statt daneben, während sie selbstverständlich lediglich die Möglichkeit zementieren, die entstehenden Verluste zu sozialisieren. Und nach dem, was mir Bekannte erzählen die Experten auf dem Gebiet sind, werden das Verluste.

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    • Hessenhenker schreibt:

      Interessanter Gedanke . . .
      Wenn das die Bürgerschaft erfährt!

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    • saejerlaenner schreibt:

      Wenn Windmühlen kein profitables Geschäft wären, würd kein Mensch bzw. Konzern welche aufstellen, Klima hin oder her. Und selbstverständlich ist es theoretisch möglich, daß auch Otto Normalmeier in ein Windkraftprojekt investiert, und dann seine jährliche (oder wie auch immer) Dividende bekommt. Plettenberg hat vermutlich richtig erkannt, daß das Inaussichtstellen eines profitablen Geschäfts fürs Wahlvieh eine akzeptanzfördernde Maßnahme für die Durchführung seiner Pläne ist. Wenn der Bürger das W-W-W-W-W des Windrads mit dem Klingeln der Münzen in seinem Geldbeutel assoziiert, ist er eher bereit, zuzustimmen.

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      • Briefwähler schreibt:

        Ich übersetz mal die 5 W:
        Wir AmöHneburger Werden Wiegand Wählen.
        Der hatte in der OP ein völlig schräges Foto,
        aber der sagt wenigstens mal Klartext.

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      • aurorula a. schreibt:

        Wenn Windmühlen kein profitables Geschäft wären, würd kein Mensch bzw. Konzern welche aufstellen, Klima hin oder her.

        … außer, sie werden durch EEG dazu gezwungen. Im Grunde funktioniert das so:

        Für das symbolische aufstellen von Windrädern gibt es Geld, egal ob die sich rentieren oder nicht. Die Energieversorger müssen trotzdem genug konventionelle Kraftwerke betreiben, um die Windräder zu ersetzen fa… wenn kein Wind weht, egal ob die sich dann rentieren oder nicht. Nein, das sind größtenteils nicht dieselben Leute.
        Weder im einen noch im anderen Fall kommt das Geld dafür aus der leeren Luft, sondern aus Steuern und Strompreisen.

        Im übernächsten Schritt möchte meistens jemand, daß ich nachrechne daß die Summe, mit der der Staat angeblich heimlich die Kernkraftwerke subventioniert hat de facto fast dem gesamten damaligen Staatshaushalt entsprach. Jetzt gerade bin ich rechenfaul, aber die Zahlen lassen sich alle gguhkeln.

        Zurück zum Windrad: das teuerste dran ist garnicht der nichtvorhandene Wind, sondern das Ding erstmal da hinzubekommen. Mit Riesenschneise schlagen, extra Straße und eigenes Fundament bauen auf dem der Kran stehen kann der das überhaupt heben kann, und der ganzen Baustelle drumrum. Und dann hinterher das alles wieder abzureißen und aufzuforsten. Falls es kaputtgeht, nochmal.
        Deshalb rentieren sich Windräder selbst mit Wind eigentlich nur als offshore-Windanlagen.

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  4. saejerlaenner schreibt:

    Biodiversität ist ein weites Feld. Das Artenspektrum in Deutschland bspw. ist, wenn man so will, komplett anthropogenem Mist gewachsen. Die größte Artenvielfalt (von der man weiß) gab es um 1850 herum, also zur Zeit der am weitesten gediehenen Entwaldung. Der Magerrasen aufm Berg ist, wenn man so will, Folge ausbeuterischster Nutzung. Mit „Natur“ bzw. „Naturlandschaft“ hat das relativ wenig zu tun, die Arten, die man auf solchen Standorten findet, sind Kulturfolger. Findet man sonst in der Steppe. Windkraftanlagen killen z.B. Rotmilane, aber wo wären Rotmilane, wenn nicht der Mensch die Voraussetzungen geschaffen hätte, die er zum Leben braucht?
    Aber egal. Windkraftanlagen verbessern die Überlebenschancen von Ubiquisten. Das ist doch auch was. Mehr Krähen, mehr Mäuse etc. Irgendwer profitiert immer, egal, was man macht.

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    • Hessenhenker schreibt:

      Hier ist ja nur wichtig, daß woanders wegen eines Feldhamsters Straßen nicht gebaut werden konnten. Muß man halt mal gucken was geht. Bzw. was nicht geht.

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      • saejerlaenner schreibt:

        Apropos: Kennste die Seite *feldhamsterverleih.de? (Gibts leider nicht mehr, aber es gab sie jahrelang und bis vor kurzem).

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      • Aristobulus schreibt:

        In Island haben Straßen häufig plötzlich eine scharfe Kurve, weil man sie sorgsam um Trollfelsen herumgebaut hat. Die sind rasant sinnvoll, diese Schutzmaßnahmen für dortig ubiquistische Trolle, denn dann müssen die nicht ins Internet auswandern, sondern können zu Hause in ihrem Trollfelsen bleiben und da w-w-w-wummern, übrigens ganz ohne Windrad.
        Aber ich weiß nicht, wie es die Isländer mit ihren Lufttrollen halten. Die haben naturgemäß da welche. Aber Windräder haben die auch? Wahrscheinlich ja nicht, sondern sie schaffen’s mit ubiquitärer Erdwärme.
        Und die Feuerriesen da drin? Mögen die das? Die heißen Surt. Jeder vonn denen heißt so. Man kennt sie. Also hoff ich sehr, dass man in Island immerhin die Erdwärmeanlagen um die armen Surte herum baut.

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        • saejerlaenner schreibt:

          Schönes Wort, Ubiquisten, gelle? 🙂

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        • Wolke86 schreibt:

          Die Isländer haben sogar eine Elfenbeauftrage, die angeblich Elfen und Trolle sehen kann und wenn in Island irgendwo ein Haus gebaut werden soll, dann schaut sie sich erstmal das Gelände an, ob da irgendwo Elfen und Trolle wohnen. Beweise dafür gibt es nicht, die Frau kann behaupten, was sie will. Theoretisch könnte man die Frau auch immer bestochen haben, wenn es um den Bau oder die Verhinderung selbigen ging, je nachdem, ob auf dem Gelände gebaut werden soll oder nicht.

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          • Aristobulus schreibt:

            … die hat Anhaltspunkte, wo die ElfInnen und TrollInnen wohnen, und dann sieht sie sie da hocken, woraufhin sie’s den anderen Isländern sagt.
            Übrigens: Die können die ja auch sehen. Also die Isländer die Elfen. Aber vielleicht nicht so genau?, weil sie durch schlechte Brillen abgelenkt sind. Die Elfen-Erkennerin hat aber eine gute.

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            • Wolke86 schreibt:

              Ich habe mich mal im Internet umgeschaut, nicht nur in Nordeuropa, sondern auch in Deutschland soll es Elfen und Trolle geben. Zumindest sagen das die Leute, die daran glauben, es gibt sogar Fotos die diese Wesen zeigen. Wir brauchen unbedingt einen Elfenbeauftragten, der mal überprüft, ob das Umland von Amöneburg von Elfen besiedelt ist, vielleicht können wir auf diese Weise die Windräder verhindern.

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            • Aristobulus schreibt:

              … damit das akzeptiert wird, müss’mer aber zunächst dort Isländer ansiedeln. Ah, isländische Siedler. Und nein, die rauben den Trollen & ElfInnen nicht völkerrechtswidrig das Land. Die werden dann nur die Menschenrechte der widerständigen WindräderInnen mit Füßen treten. Huu.

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            • saejerlaenner schreibt:

              Die Isländer werden euch fragen, ob se euch ins Hirn geschissen haben. Macht euern Scheiß allein, werden se sagen, wir wollen hier aus Island gar nicht weg, schon gar nicht, weil sich ein paar Bekloppte in Amöneburg wegen Windrädern zanken.

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            • Aristobulus schreibt:

              Man muss sie mit schicken Elfen und eleganten TrollInnen herlocken.
              Wenn das nicht funktioniert, muss es Schnaps sein.

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