Kunstraub in Amöneburg?

Droht Wahlkampf-Chaos in Amöneburg?
Wie  dieser Blog berichtete, hatte ich hier die Herren Bürgermeisterkandidaten
Anders Arendt und Michael Plettenberg zu einem Friedensgespräch eingeladen.
Weil nur Arendt reagierte, fand das Gespräch eben mit ihm alleine statt.
Dabei drängte mir Arendt, der mich seit Jahren stalkt um mir mein „erstes“ Kunstwerk * „Grundgesetz-Kreuzigung“ abzuringen, einen Vertrag auf, dessen für die Wahl wichtigster Satz lautete:
„Ich rufe dazu auf, den APPD-Kandidaten Rainer Wiegand zu wählen.“
Natürlich stand da auch drauf, daß Arendt mit meinem blutigen Brett von Dannen zieht.
Schon der OP-Artikel über Anders „Rückzug“ von der Wahl kam mir spanisch vor. Kein Wort darüber, daß sich Arendt mein Kunstwerk ergattert hat. Stattdessen liest man dort:
„Um sich für das Bürgermeisteramt überhaupt ein drittes Mal zur Wahl stellen zu können, hätte Arendt wie jeder Bewerber . . . Unterschriften sammeln müssen. …
Ob Arendt das erforderliche Formular bei der Stadtverwaltung in Amöneburg überhaupt abgeholt hat, wollte der zur Neutralität verpflichtete Wahlleiter Burkhard Wachtel gestern auf Nachfrage der OP nicht sagen.“

Entweder hat Herr Rinde von der OP eine andere Fragetechnik als ich, oder die OP hört dem Wahlleiter Wachtel nicht zu. Man muß keine Unterlagen „abholen“, man kann sie sich zuschicken lassen. Außerdem kann man sich alle Formulare auch aus dem Internet herunterladen.
Kein Wort in dem OP-Artikel darüber, daß Arendt zu meiner Wahl aufruft. Seltsam.

Was soll ich nun denken? Hat sich Anders Arendt an mir für die Abwahl revanchiert?
Dann Chapeau!
Mal sehen, wer am Montag denn nun alles die Unterlagen für die Kandidatur zur Bürgermeisterwahl abgegeben haben wird.

Fußnoten:
* Mein „erstes“ Werk ist eigentlich das, was Joseph Beuys in dem irren Gespräch über Kunst mit „meinem“ ersten Parteigründer Dr. Herbert Gruhl im letzten Jahrtausend „modifizierte“. Da war aber kein Blut drauf, Anders interessierte sich nur für Splatter.

Über Hessenhenker

Ich bin ein Künstler, wenn auch mit 1,78 m kein großer.
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10 Antworten zu Kunstraub in Amöneburg?

  1. Aristobulus schreibt:

    – Damit hat der Herr Anders immerhin Splattergeschmack bewiesen. Was da draußen doch mal zu würdigen wäre. Zumal er zu Herrn Wiegands Wahl aufgerufen hat.
    – Wohingegen der Herr Plettenberg jedoch wieder nichts bewiesen hat, außer, dass er abbrennende Windräder bauen zu lassen imstande ist und dafür Geld einkassiert.
    – Und die OP beweist nur neblig Windiges 🙂 , aber sonscht nix.

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    • Aristobulus schreibt:

      P.S.
      Da fehlte bei „Herrn Wiegands Wahl aufgerufen“ ein Sterndl* mit einer selbstverständlichen Bemerkung.*

      * Weil jeder Amöneburger, der unter all dem plettenbergischen Windgeräder, Schönheitsgehubere und Abziehereiere von Grundstücksbesitzern noch einigermaßen bei Troste geblieben ist, selbstverfreilich den Herrn Wiegand wählen sollen muss.

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  2. anders arendt schreibt:

    Mal abwarten, ob mich meine SPD noch als Kandidaten nominiert, sonst empfehle ich natürlich Wiegand.

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    • Aristobulus schreibt:

      Hätte die lokale SPD schon ein Wiegandsches Merkelportrait im Büro hängen?
      Es täte dorten Not!
      Aus Gründen der Kunst naturgemäß, aber nichtsdestoweniger aus Gründen des Agréments, denn wenn’s einmal klappt, klappt’s auch zweimal.

      Zumal (um auf die große, ja allergrößte Not der SPD in Angelegenheiten von Kunst und Kultur zu sprechen zu kommen) schon der selige Dieter Hildebrand in den seligen Siebzigern ein bestimmtes Dauerthema hatte, das noch heute ein um so brennenderes SPD-Dauerproblem ist, und zwar die unselig notorische, ja kathastrophal schlimme, genuine Verschwisterung von SPD und Kulturdefizit 😀

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    • anders arendt schreibt:

      Schade, meine Partei hat mich nicht nominiert. Ich empfehle daher, den einzigen Parteikandidaten zu wählen: Rainer Wiegand! Wir Parteien müssen zusammenhalten gegen die Gefahr aus dem parteilosen Sektor, die sich über immer mehr Rathäuser hermacht.

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  3. anders arendt schreibt:

    “Die größten Kritiker der Elche waren früher selber welche.“

    So ist das bei mir auch, ich war auch einmal ein parteiloser Bürgermeister, heute verabscheue ich parteilose Bürgermeister.

    Parteilose Bürgermeister sind eine Schande für Amöneburg!

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    • Aristobulus schreibt:

      Vernünftig… weil Sie wohl genug Leute kennen, nicht?, die parteilos sind, herumbürgermeistern und alles abräumen, was sie kriegen können.

      Meinen Sie, dass ein parteigebundener Bürgermeister verantwortlicher handeln muss, weil er an bestimmte Grundsätze gebunden ist und von seiner Partei gemaßregelt werden kann?

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  4. anders arendt schreibt:

    Ich habe einfach nur die Selbsterfahrung als parteiloser Bürgermeister hinter mir und weiß, dass ich heute, wo ich in der SPD bin, viel besser wäre.

    Aber geht ja um die konkret anstehende Wahl in Amöneburg, bei der diesmal nur ein Parteikandidat gewinnen kann.

    Nun dürfte auch der Dümmste verstehen, warum Wiegand mich raus gekauft hat. Als SPD-Mitglied hätte ich gewonnen.

    Pleitenberg war vor 6 Jahren noch in der SPD, jetzt ist er ausgetreten und somit chancenlos. Das Foto morgen in der OP dürfte ihn endgültig pletten.

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  5. anders arendt schreibt:

    Als SPD Mitglied hätte ich gewonnen, weil Pletti auch immer gewonnen hat, so lange we in der SPD war. Jetzt wird er verlieren, weil die OP inzwischen gegen ihn ist, wie man an der Auswahl des Fotos eindeutig erkennen kann. Die OP wird Wiegand ins Amt schreiben, sie braucht wieder mal eine Sensation, sonst bestellen alle die OP ab.

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