Die Zivilcourage des OB endete bei mir

Die Entscheidung des Oberbürgermeisters, den Bau von Holzhäusern für das Flüchtlingscamp in Auftrag zu geben, obwohl noch nicht alle Genehmigungen vorlagen, lobte Henning Köster (Marburger Linke) als „Zivilcourage im Amt“.

Dieser Bereich sei es auch, bei dem es ihm wahnsinnig schwerfalle, loszulassen, gestand Egon Vaupel. „Das ist die edelste Aufgabe, die ich je in der Politik gemacht habe.“ Nicht umsonst war zuvor von mehreren Rednern unterstrichen worden, dass er sich als Oberbürgermeister aller Menschen, die in Marburg leben, gesehen habe.

Er richtete einen emotionalen Appell an die Stadtverordneten und an die Bürger seiner Stadt: „Achten Sie darauf, dass es keine Diskriminierung in der Gesellschaft gibt! Leben sie die Leidenschaft für eine solidarische und gerechte Welt!“

Soweit der Hinterländer Anzeiger.
In meinem Fall war es mit der Zivilcourage des OB nicht so weit her.
Am Tag, als er dem Genossen mit dem Spitznamen „Genosse Genosse Genosse“ das Marburger Leuchtfeuer verlieh – also dem Mann, an dessen Stelle mir das Haus beinahe gleich zweimal angezündet worden war – sagte mir seine Referentin Brigitte Bohnke (vormals Oberhessische Presse) von sich aus zu, daß mich der OB zu einem Gespräch über eine Lösung einläd, wenn, ja wenn ich um Himmelswillen bloß nicht die öffentliche Preisverleihung störe.

Brigitte Bohnke: „Warten Sie ein paar Tage, Sie müssen sich nicht erneut melden. WIR rufen SIE an.“
Liebe Leser, was meinen Sie? Warte ich etwa heute immer noch auf den Anruf?
Die Zusage wurde 2008 gemacht. Das ist ja erst 7 Jahre her. Sogar der feurige Preisträger ist inzwischen verstorben. In 8 Tagen ist der couragierte Oberbürgermeister kein Oberbürgermeister mehr. Danach ruft nur noch die SPD an, um für ihre Wahl zu werben.

Hier zur Strafe der flammende Dankesgesang des Preisträgers:

Über Hessenhenker

Ich bin ein Künstler, wenn auch mit 1,78 m kein großer.
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2 Antworten zu Die Zivilcourage des OB endete bei mir

  1. hubert der freundliche schreibt:

    War denn seine irre Stalkerin zugegen? Vieleicht hätte sie dann seine unbefriedete Seele wenigstens oral besänftigen können.

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    • Hessenhenker schreibt:

      Ich weiß nicht, ob die Stalkeerin „zugegen“ war,
      denn ich hatte dummerweise der Frau Bohnke geglaubt und leider keinen Skandal gemacht während der Preisverleihung oder des Liedvortrags.
      Seitdem glaub ich keinem mehr was.

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