Hilfe, ich werde instrumentalisiert: Das war erst der Anfang.

Unglaublich aber wahr: nachdem ich zum Hitlergeburtstag abgefackelt wurde,
nachdem die AXA-Versicherung mich auch noch verhöhnte mit „Wenn Sie kein Jude sind, dann gilt’s nicht“,
nachdem der zweite Versuch einer Irren mein Haus in Brand zu setzen von der Polizei mit „Ja sowas macht aber doch niemend“ kommentiert und nicht weiter verfolgt wurde,
nachdem deswegen mein Schatz hier kein Besuchsvisum von „meinem“ Land kriegt,
und nicht zuletzt nachdem mich die Frau Bachmann aus der Gisselbergerstrasse 10 * nachdem meine Fenster wegen einer aus Protest dagegen dort hängenden Israelfahne eingeworfen wurde gefragt hat: „Biste etwa doch eh‘ Judd“,
wird mein Fall nun vom, wie soll ich es sagen: netten überall unsichtbare Juden sehenden Verschwörungsblogger** von nebenan als Beispiel instrumentalisiert, wie bekloppt es in Deutschland zugeht. Das ist die Schuld von CDU und SPD, denn die bräuchten ja nur die AXA zwingen den Brandanschlag auf mich zu entschädigen, schon könnte ich meinem Schatz damit ein Besuchsvisum kaufen (Deutschland verdient an den Schleusungskosten mit), und schon könnte der von wilden Verschwörungstheorien infizierte Blogger von nebenan die Sache nicht auch noch den Juden in die Schuhe schieben: daß mein Schatz nicht zu Besuch kommen darf, während Millionen meiner Nichtschätze für immer ins Land gelassen werden.
Schuld an solchen Verschwörungstheorien sind also die Regierungsparteien.
Lediglich die Schuld an den Brandanschlägen liegt bloß bei der Person, die sie verübte, und bei der Antipsychiatriebewegung, die zusammen mit der Poltik dafür gesorgt hat, daß die feurige Person frei herumlief, statt rechtzeitig gescheit betreut zu werden.
JETZT 18 Jahre später nützt die Betreuung keinem mehr, außer der verdienenden Betreuungsindustrie.

Fußnoten:
* Das ist dort, wo die Putzfrau des Mietshauses im Zeitraum in dem dort Vandalismus stattgefunden hat rein zufällig garnicht als Zeugin in Frage kam, weil sie halt leider leider – wie sie mir erschrocken und abwehrend sagte – ausgerechnet in dieser Woche garnicht kommen sollte, und ihr deshalb auch nichts Verdächtiges oder Ungewöhnliches auffallen konnte. Wenigstens führte das dazu, daß ich dort leichter entmietet werden konnte, nachdem nahezu alles zerstört auf dem Müll landete, hatte ich nicht mehr so das Bedürfnis dort zu bleiben, wo man mich fragt ob ich „etwa DOCH eh‘ Judd bin“.

** Ich wechsele mit dem Verschwörungsgläubigen immer mal fleißig Kommentare, so wie die beiden alten Knacker in der Empore in der Muppetshow. Hab ich kein Problem mit, denn er zündet mir nicht das Haus an, hat nix gegen ein Besuchsvisum für meinen Schatz, will meine paar Kunstwerke und meine Unterwäsche nicht zerschnippeln wie die Vandalen aus der Gisselbergerstrasse, und daß ich neuerdings wegen der Religionsfreiheit einfach mal Jude bin geht ihm auch am mutmaßlich arischen Arsch vorbei.

Über Hessenhenker

Ich bin ein Künstler, wenn auch mit 1,78 m kein großer.
Dieser Beitrag wurde unter Der nette Nazi von Nebenan, Irrenhaus Deutschland, Verschwörungstheorien abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

9 Antworten zu Hilfe, ich werde instrumentalisiert: Das war erst der Anfang.

  1. vitzli schreibt:

    irgendwann falle ich noch meinen eigenen verschwörungstheorien anheim. auf anderen blogs als meinem eigenen liest sich mein brauner senf noch viel überzeugender.

    der antipsychiatriebewegte trippeldoktor (lol, der pimmelgrüne multibuntibewegte volksverdünnende Daniel von und zu hosenlatz (na, zu eher nicht, lol) hat auch drei dogtoren, ist aber rein ehrenhund), dank dessen bewegung die feurige nicht eingesperrt wurde, war …. wir eruierten das seinerzeit mal …. auch ein … räusper … also, ich sag mal unsichtbarer, immerhin hatte er seinen namen geändert.

    „Hier ist der wiener jude freud und koll! lasst die bekloppten laufen, auf dass sie schädigen …“ wäre wohl zu auffällig gewesen.

    die israelfahne konnte ich allerdings in diesem kommentar nicht unterbringen. allerdings reimt sich fahne auf kahane. und da sind wir wieder beim thema. wenn man mal vom visum absieht.

    daß mein verbloggter artikel als „unkategorisiert“ eingestuft wurde und ein „vorsicht-natzi-hinweis“ fehlt, kränkt mich ein wenig. für jugendliche unter 80 nicht freigegeben, hätte ich schon erwartet! 😦

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    • Hessenhenker schreibt:

      Oh, ganz vergessen da eine Kategorie und Schlagworte anzugeben.
      Das werde ich gleich ganz jüdisch-akribisch nachholen, Zahn um Zahn!

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    • Hessenhenker schreibt:

      Bei mir liest sich alles viel überzeugender!
      Für den braunen Senf kann ich nichts, ich muß ja Texte die mich oder meinen Schatz erwähnen zu Dokumentationszwecken rebloggen!

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      • vitzli schreibt:

        ja, fürs marburger henkermuseum 😀

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        • Hessenhenker schreibt:

          Ich bin mal gespannt, ob ich aufgefordert werde mich von meinem völlig braunen Schatz zu trennen, damit sie nicht durch Nazis oder gar von Pegida instrumentalisiert werden kann.
          Solche Aufforderungen sind dann bestimmt garniert mit solchen literarischen Köstlichkeiten wie „Jetzt Außenmaß beweisen“ oder „Verantwortung zeigen“.
          Das Grundrecht rumzuvögeln mit wem ich will, kann jederzeit ausgesetzt werden, denn: „Grundrechte können auch mißbraucht werden“.

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          • vitzli schreibt:

            ja, die furchtbare gefahr besteht immer, daß missstände von rechten instrumentalisiert missbraucht werden.

            da kann die komplette scheiße passieren, rechte werden das missbrauchen und aufmarschieren, statt „gut“ drüberwegzusehen.

            ich hatte mal sonen artikel, wo ein lampedusaneger eine linke deutsche vergewaltigt hat. ihre genossen warnten davor, das publik zu machen, weil das ja „instru …“.

            das ist voll krank.

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  2. Frank Fester schreibt:

    Instrumentalisiert oder missbraucht?

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  3. vitzli schreibt:

    heute kam jemand von hier zu mir, was mich bewog selbst hierher von mir nach hier zurückzukehren.

    mein gott, haben wir schön geschrieben, lol. und gar nicht mal so lange her!

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