Zwei SPD-Abgeordnete zu Besuch beim Hessenhenker

Während der vorletzten Bundestagswahl hatte ich fast 20 Meter Schaufenster mit SPD-Plakaten zugeklebt.

Die CDU-Geschäftsstelle gegenüber hat es ja möglicherweise nicht bemerkt, denn während der ganzen Zeit blieben drüben die Vorhänge zu.

Dann guckte nach der Wahl unser Marburger SPD-Bundestagsabgeordneter Sören Bartol mal kurz rein, um zwei drei unverbindliche Worte fallen zu lassen.
Ein paar Tage später kam auch der SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Thomas Spies mal gucken, wer denn da so blöd war, freiwillig für die SPD zu werben.
Das fragte er mich auch ganz direkt, welchem Zweck denn alle meine vielen künstlerischen und gesellschaftlichen Aktivitäten dienten.
Meine Antwort sinngemäß: nachdem die Parteien dafür gesorgt hatten, daß einige gefährliche Personen frei herumliefen, war mir an einem schlimmen Tag (Hitlergeburtstag, SONST ein gern genommenes Datum für Medienberichte) das Haus angezündet worden, und jetzt strebte ich an auch endlich so entschädigt zu werden, wie das deutsche Parteien für Banken und Konzerne mit milliardenteuren Schutzschirmen auch dauernd tun.
Da zuckte der Dr. Spies entsetzt zurück, gerade so als habe gerade jemand die Verfütterung von Schulkindern an Kannibalen gefordert, und sagte mit abwehrend erhobenen Händen „Aber Sie wissen doch, wie’s ist“.
Ich antwortete, nein, ich wisse nicht wie es ist, aber er könne es mir sicher erklären.
Da kam aber nur noch einmal „Sie wissen doch wie’s ist“.

Klar weiß ich wie’s ist. Die Parteien stecken sich die Millionen lieber selber in die Tasche.

In diesen heiligen Begegnungs-Räumen habe ich dann vor 2 Jahren meine „Ausstellung Entartete Kunst“ durchgeführt. Warum? Na, Ihr wisst ja wie’s ist . . .

Über Hessenhenker

Ich bin ein Künstler, wenn auch mit 1,78 m kein großer.
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6 Antworten zu Zwei SPD-Abgeordnete zu Besuch beim Hessenhenker

  1. alphachamber schreibt:

    Sie haben doch hoffentlich Autogramme verlangt… LOL

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  2. hubert der freundliche schreibt:

    Es wäre doch interessant, wer heute den „Wissensspruch“ verwendet. Oder man fragt direkt „Wissen Sie wie es ist?“, dann könnte man sich diesen anderen Fragekram, wie ihn die OP bei den OB-Kandidaten betreibt, sparen.

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