Das Marburg-Bonbon ist gegessen

Das Kunstwerk „Marburg-Bonbon“ (Foto rechts in der Galerie) wird jetzt im „Marburger Leuchtfeuer“ verbrannt.
Das  ist stadthistorisch nicht etwa deshalb ein Verlust, weil es die Uhr von August Bebel wäre, die da anzeigt wie die Zeit vergeht.
Der Druck ist eine frühe Original-Werbetafel der SPD, aus einem Zeitalter, als man in der SPD die verwendete Schrift noch lesen konnte, und deshalb unersetzlich.

Es kommt eben alles irgendwann weg:
die Bildung (laut Marburger Studenten auf einer Demo in der Gisselbergerstrasse unter dem Balkon der CDU „durch Roland Koch geklaut“),
mein Haus bei einem Brandanschlag (laut SPD-Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg „LANGWEILIG“),
der von unseren Eltern und Großeltern nach dem Krieg erarbeitete Wohlstand (für diese Feststellung drehte Anke Fuchs von der SPD einst dem Ronald Schill im Bundesrat das Mikrofon ab),
und jetzt ist eben ein Marburger Zeitzeugnis dran.

Eigentlich wollte ich es ja vor Monaten spontan dem Oberbürgermeister Egon Vaupel schenken, aber seine neue kunstsachverständige Referentin meinte, ich solle den offiziellen bürokratischen Weg beschreiten und erst einmal auf dem Postweg einen Antrag zur Beantragung eines Durchschlagpapiers einreichen. Ich kann mir als von der AXA-Versicherung hintergangenes Brandanschlagsopfer natürlich keine Briefmarke leisten! Die 90 Cent für’s Porto schicke ich lieber meiner kranken Verlobten in Hinterindien, wo deutsche Parteistiftungen „westliche Standards“ propagieren, also die Abschaffung der staatlichen Krankenversicherung zur besseren Abzocke asiatischer Kranker.

Marburg-Bonbon

 

Über Hessenhenker

Ich bin ein Künstler, wenn auch mit 1,78 m kein großer.
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7 Antworten zu Das Marburg-Bonbon ist gegessen

  1. vitzli schreibt:

    vielleicht hättes du eine kleine holz- oder pappsynagoge in das bonbonpapier mit einpacken sollen. dann wäre die ablehnung des kunstgeschenkes als antisemitischer akt rübergekommen und der oberbürgermeister verlöre die nächste wahl.

    also hätte er es natürlich angenommen und ihm einen ehrenplatz eingeräumt und das „Marburg Bonbon“ wäre jetzt samt seines schöpfers weit über die landesgrenzen berühmt. der kunstmarkt hätte sich überschlagen. schon wegen der heimatgefühle des kunstmarktes.

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    • Hessenhenker schreibt:

      Bestimmt schwierig zu basteln, so eine Pappsynagoge.
      Die nichtgezeigte Begeisterung zur Annahme meines großzügigen Geschenks WAR ein antisemitischer Akt, denn die Taschenuhr hinter der Bonbonhülle symbolisiert die vergangene Zeit (auch die von 1933 bis 1945).
      Inzwischen ist die Uhr stehengeblieben, die Zeit der SPD ist also um. Deswegen tritt der OB nicht noch einmal an!

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  2. Hessenhenker schreibt:

    Papperlapapp, ich hatte das Ding ja nur als Geste mit.
    Es ging eigentlich darum, daß die vorherige Referentin mir fest einen Termin beim OB zugesagt hatte, wenn ich als Gegenleistung NICHT die Preisverleihung des „Marburger Leuchtfeuer“ an den alten Sack störe, für den man mir wohl stellvertretend die Hütte angezündet hatte.
    Das hat den professoralen Sack aber nicht gestört, hat ja nicht sein Haus gebrannt.
    Und solange nicht das Haus des OB brennt, interessiert es den auch nicht.

    Ich hab übrigens die weihevolle Veranstaltung (Du kennst ja das Video mit dem geilen Lied . . .) nicht gestört.
    Selbstverständlich hab ich danach auch den versprochenen Termin nie gekriegt.

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  3. Hessenhenker schreibt:

    Für den sich überschlagenden Kunstmarkt wurde ja bei dem dubiosen die Entmietung fördernden Einbruch in die Gisselbergerstrasse 10 (der mit dem Vandalismus, nicht der zweite mit den geklauten Wahlunterlagen) ein Koran von den Verbrechern zerrissen.

    Keine Ahnung, was die mit dem verschwundenen Koran gemacht haben, vielleicht haben sie ihren Hund draufkacken lassen, denn es gibt Leute, die können gleichzeitig Juden, Moslems UND mich nicht leiden.

    Das aus dem zerrissenen Koran angefertigte respektvolle Kunstwerk (zerrissener Koran, abgetrennte Finger und zerrissene Israelfahne in ein und demselben Kunstwerk – DAS ist wahre Ökumene) könnte ich dem Oberbürgermeister als Nächstes anbieten.

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  4. vitzli schreibt:

    naja, ökumene …. das dümpelt doch vor sich hin. semitismus und islamovili …. das brummt! abgehackte finger oder köpfe kommen da nicht so gut.

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  5. hubert der freundliche schreibt:

    Ich glaube das der Hessenhenker aus Fürsorge so handelt, denn so ein Bonbon kann allzuleicht im Hals stecken bleiben.

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  6. Hessenhenker schreibt:

    Das stimmt, hubert, ich habe dem OB das Leben gerettet, er hätte an der verschluckten Gräte ersticken können!
    Aber wie immer wird es mir niemand danken.

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