Vermeintliche Indizien „haben nix damit zu tun“

Geraume Zeit nach dem Märzeinbruch letztes Jahr (der Besuch der Unterwäsche-Vandalen in meiner Unterkunft) traf ich zufällig die Putzfrau vor dem Einbruchshaus in der Gisselbergerstrasse.
Ganz lieb und freundlich habe ich sie gefragt, ob ihr in der bewußten Woche irgendwas aufgefallen ist, da sie ja meist zu Zeiten im Treppenhaus zu Gange ist, in denen auch Einbrecher vielleicht unterwegs sind (auch mal nachts oder sehr früh morgens vor dem Hellwerden).
Die gute Frau bekam sichtbar einen Schreck und lief eilends davon, ein abwehrendes „In der Woche war ich gar nicht da“ rufend.
Das hat aber natürlich wie immer „gar nichts damit zu tun“, denn es kann ja niemand wissen, daß in der bewußten Woche die Putzfrau nicht kommt. Niemand! Deshalb ist es „eine abstruse Verschwörungstheorie“, das auch nur zu erwähnen, zumal, DAS ist der Beweis – wer nicht weiß daß eine potentielle Zeugin nicht kommt ja auch nicht weiß daß eingebrochen wird. Logisch!
Natürlich zu schade, daß die Putzfrau gerade in dieser Woche nicht kam, denn sie putzte immer zu recht unberechenbaren Zeiten (mal so, mal so, mal früher, mal später, da hätte es leicht sein können daß sie irgendwelchen Personen mit unlauteren Absichten versehentlich über den Weg lief und dann eine lästige Zeugin (aus meiner Sicht: eine nützliche  Zeugin) gewesen wäre. Schaaaaaaaaaaaaaade!

Über Hessenhenker

Ich bin ein Künstler, wenn auch mit 1,78 m kein großer.
Dieser Beitrag wurde unter Marburg abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

13 Antworten zu Vermeintliche Indizien „haben nix damit zu tun“

  1. zweitesselbst schreibt:

    Ah, alles gar nicht so einfach. hm

    Liken

  2. Hessenhenker schreibt:

    Doch, es IST einfach: sogar ein schriftliches ans Fenster geklebtes Pamphlet mit Täterwissen „hat nichts damit zu tun“, es bloß zu erwähnen ist bereits „eine abstruse Verschwörungstheorie“.

    Über den späteren fataleren zweiten Einbruch hat sich auch jemand vor Zeugen mit Täterwissen verplappert, allerdings hat auch das wie immer „nichts damit zu tun“.

    Liken

  3. hubert der freundliche schreibt:

    Offensichtlich erging es der armen Puzfrau so wie diesem Mitbürger:

    Liken

  4. vitzli schreibt:

    henker,

    „es bloß zu erwähnen ist bereits “eine abstruse Verschwörungstheorie”.

    ———————————

    alles ladenhüter. ich habe unendliche viele schöne verschwörungstheorien auf lager. großhandel 😦 aber keine nachfrage.

    die menschen wollen visionen! klimawunder, energiewende, multimulti, rtl-superstare und -meisen.
    DAS setzt sich um und ab …. 😦

    Liken

  5. Hessenhenker schreibt:

    @ vitzli: mehr multimulti als mich gibt’s nicht!

    Liken

  6. Hessenhenker schreibt:

    vitzli, bei Dir sind das ja auch echte Verschwörungstheorien.
    Bei mir werden lediglich lustige Kleinigkeiten (wenn sich beispielsweise jemand verplappert und Sachen sagt, die eigentlich nur der Täter wissen kann) von der Polizei als „abstrus“ abgetan.
    Damals bei der Brandstifterin wars ähnlich: als sie damit drohte „es wieder anzuzünden“, hieß es: das gilt nicht als Beweis, sie ist ja verrrückt. Bei Leuten, die nicht verrückt sind und irgendwas Dummes sagen, heißt es dann: „das kann auch ANDERS gemeint gewesen sein“. So so ja ja.

    Liken

  7. vitzli schreibt:

    das vertrauen in unseren rechtsstaat scheint allgemein zu sinken. weswegen ja scharia- und voodoogerichte sowie selbstjustiz zunehmen. in ein paar jahren gibt es wieder stand- und nudelgerichte.

    kann man das mit dem brand nicht auch noch den uwes und der beate anhängen? rede doch mal mit dem verfassungsschutz. die drei sind doch eine art mülleimer für alle ungeklärten verbrechen der letzten 15 oder 20 jahre. und beate scheint einschlägig vorbelastet. wer weiß, wo die mit dem wohnmobil sonst noch alles hingefahren sind ….?

    und selbstverständlich sind meine verschwörungstheorien echt !!!!!

    ansonsten ist es anscheinend mutmaßlich bald egal, ob du dich an die polizei oder die örtliche tatortredaktion der ard wendest.

    Liken

  8. vitzli schreibt:

    “das kann auch ANDERS gemeint gewesen sein”.

    irgendwer schrieb mal bei pi im kom, daß er von dem türkischen nachbar mit der schusswaffe bedroht worden war und er erstattete anzeige. der staatliche polizeibeamte fuhr aber nicht etwa hin, um die waffe zu kassieren, sondern sagte: das könnte doch eine plastikpistole gewesen sein.

    es ist wie mit dem totgetretenen daniel s in kirchwheye. letztlich starb der nicht an den tritten, sondern an blutgerinseln im kopf.

    andere hätten doch glatt behauptet, der wäre von türken totgetreten worden! so ein quatsch.

    Liken

  9. Hessenhenker schreibt:

    @ vitzli
    Vielleicht muß man denen garnichts „anhängen“, neulich habe ich irgendwo gelesen, daß es die in dem Jahr schon als NSU gegeben hat. Und wenn die Aufträge „von oben“ kamen, würde es auch passen, denn „oben“ hat es damals einigen in Sachsen nicht gepaßt, daß ich mir mit einer wendischen Partei ohne 5 %-Hürde eine vernünftige Bundestagspension verdienen wollte.
    Zusätzlich könnte „die da oben“ provoziert haben, daß sich damals die „Junge Freiheit“ als einziges Presseorgan ab und an ein paar Rosinen aus meinen Pressemitteilungen rauspickte, da war ich der „Alibi-Wende“ oder so ähnlich.

    Liken

  10. vitzli schreibt:

    henker,

    die wege gottes/der regierung sind unergründlich. wäre jedenfalls stoff für eine gepflegte verschwörungstheorie. aber wir haben hier doch schon eine mutmaßliche täterperson, soweit ich mich erinnere. (an dieser stelle darf man sich ruhig eine scheibenwischerbewegung meinerseits vorstellen). 😦

    eigentlich hätten die herrschenden dich doch bestens als menschgewordene werbeikone bei der wende 89 („der wende zur wende“) einsetzen können. so eine art verona pooth: „hier werden Sie gefreiheitet!“ dazu ein lächeln und die menschen draußen im lande wählen, was sie wählen sollen.
    (oh gott, fernsehen hinterlässt doch bleibende schäden …) 😦

    aber das verhalten der organe, der presseorgane, ist schon interessant.

    Liken

  11. Hessenhenker schreibt:

    vitzli, „die Herrschenden“ wollen keine wendische Partei. Denen ist schon die eine dänische Partei in Schleswig zuviel! Sogar Dr. Wolfgang Thierse (SPD-Bundestagspräsident) ließ mir seinerzeit völlig minderheitenfeindliche Sprüche dazu übermitteln.

    Liken

  12. vitzli schreibt:

    ich glaube, heute dürfte man keine wendepartei mehr gründen. wegen revisionismus.

    180 grad nach der ersten wende und nochmal 180 grad. zwei wenden und die mauer müsste wieder hochgezogen werden.

    vermutlich wollte das der hochverehrte Herr Dr. Thierse nicht. und demokratie ist eben, wenn die mehrheit recht hat und thierse draufsteht. oder so. und vermutlich wollte er dich nur vor den belastungen eines politischen amtes schützen. du hast das nur in den falschen hals gekriegt …

    Liken

Kommentare sind geschlossen.