Anschlag auf alten Juden in Amöneburg

Amöneburgs Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg meinte ja, zu dem Brandanschlag auf mich „Brandanschlag . . . LANGWEILIG“ schreiben zu müssen.
Nun liegt die Sache doch aber ein wenig anders: eine etwas neben sich stehende Person kreischte vor dem Brand  ganze Nächte hindurch in Amöneburg-Mardorf „dieser Scheßwendter“, „der alte Jude“, „ekelhaft“. Oft kam ich abends von der Arbeit nach Hause, und mein Türschild war überklebt mit „Prof. Rudi Schwendter“, wahlweise auch als „Rudolf“ geschrieben.
Sogar Pakete kamen für den Mann an meine Adresse, die ich natürlich nicht angenommen habe.
Noch lange nach dem Brand 1997 habe ich gedacht, der Mann sei eine Fantasiegestalt einer Irren. DANN ERST erfuhr ich aus der Ermittlungsakte, daß die kreischende Person einen Professor in Kassel beschuldigt hatte, er habe jemanden mit der Brandstiftung beauftragt.
So so. Und dem nächtlichen Geschrei nach hielt sie ihn also für einen „alten Juden“.

Da die laute Person damit drohte, „ich darf es jederzeit wieder anzünden, mein Arzt hat gesagt ich kann nichts dafür“, wurde mir klar wer für den Brand verantwortlich gewesen sein mußte. Dort war jedoch nichts zu holen, ich versuchte trotz Brand und Betrug durch die Versicherung meine Existenz zu retten, und alle rieten mir, kein Geld für einen Prozeß gegen eine mittellose Person anzustrengen, ich wäre umso schneller Pleite gegangen, weil sich die Prozeßkosten am Streitwert – also meinem wirtschaftlichen Totalschaden – bemessen hätten.

Ich war also nur der Kollateralschaden, getroffen werden sollte ein „alter Jude“-
Komisch, bei Wikipedia steht davon garnichts auf seiner Lobhudelseite!
Zwar wurde auch ich vom Versicherungsfritzen gefragt, ob ich Jude sei, als ich das jedoch mit „wieso, ist das jetzt schon wieder verboten“ beantwortete, hieß es: „Ja, dann gilt es leider nicht“.
Der angeblich so sozial engagierte Professor interessierte sich nicht im Mindesten dafür, daß an seiner Stelle ein anderer abgebrannt wurde, dafür verlieh ihm Marburgs OB Vaupel (SPD) das „Marburger LeuchtFEUER“.
Ob er tatsächlich Jude war, ist mir natürlich scheißegal, übrigens trat er ständig singend auf irgendwelchen evangelischen Sektentreffen auf.

Über Hessenhenker

Ich bin ein Künstler, wenn auch mit 1,78 m kein großer.
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