Die gefälschte Spur nach dem Brandanschlag

Ein paar Fakten in der Reihenfolge ihres Geschehens:

1. Versuch eines zunächst verdächtig rechts, später liberal daher redenden Mannes aus Wetzlar, in meiner Partei Weisse Liga mitzuwirken. Er hatte wohl eine rechte Partei erwartet, wegen des WEISS im Namen, sah arg nach Spitzel aus. Sein Versuch blieb erfolglos, ich bin ja nicht blöd!

2. Nur mal so eine Demo gegen eine PDS-Veranstaltung mit Gregor Gysi vor der Stadthalle gemacht, damit sich das in der Lausitz für die wendische Partei zur Werbung verwenden läßt (Premiere, noch nie hatte zuvor jemand gegen Gysi demonstriert). Ich wurde dort von einem PKK-Kurden ein wenig angemacht das würde Folgen haben, hab mich danach eine Woche lang vor vielen Zeugen in meinem Buchladen drüber lustig gemacht.

3. Mitten in der Nacht brennt mein Haus, wird nur zufällig gerade noch rechtzeitig entdeckt, weil eine Nachbarin ein paar Häuser weiter nachts mal zur Toilette muß und dabei den Feuerschein auf meinem Dach sieht.

4. Die Nachbarin ruft die Feuerwehr, daher bin ich nicht tot. Dankeschön!

5. Im Laden spricht mich wer an, ich würde mir einen Gefallen tun nicht über die Drohung des Kurden zu reden, das wäre dann ausländerfeindlich und eine falsche Beschuldigung, weil ja jemand annehmen könnte der nette Mann von der PKK auf der PDS-Veranstaltung habe mit dem Brand zu tun, was nicht zu beweisen sei, wenn ich nicht das Maul halte lande ich in der Klappse (Mollath gab’s damals noch nicht, ich hab’s aber trotzdem ernst genommen).

6. Die Polizei hatte mir aber relativ gleich gesagt, es habe sich um einen technischen Defekt gehandelt, daher habe ich erstmal sowieso niemanden der Brandstiftung verdächtigt. Allerdings führte die „defekte“ Stromleitung, die mir polizeilich gezeigt wurde, ins Nachbarhaus, so daß ich dachte, ein Stromklau habe den Brand ausgelöst.

7. Plötzlich beginnt die Nachbarin nächtelang lauthals bis zur Heiserkeit obskures Zeug zu kreischen, z.B. „Ich zünd’s wieder an!“, das nie jemand bezeugen will, die Leute in Mardorf wollen keinen Ärger haben. Besser man hört und sagt nix!
Eines Nachts schreit sie ohrenbetäubend, Gott sei „eine blöde Bulldogge“, es scheint dafür im katholischen Mardorf plötzlich Zeugen gegeben zu haben, denn am nächsten Abend erfahre ich, daß sie tagsüber „abgeholt“ worden ist. Ein paar Wochen später ist sie wieder da, erzählt mir sie sei „geheilt entlassen, wenn ich meine Tabletten nehme“, und deshalb dürfe sie „es“ straflos „wieder tun“, der Arzt habe gesagt, sie könne nichts dafür.
Zu diesem Zeitpunkt ist versicherungsmäßig alles schon lange gelaufen, ich wurde von meinem Versicherer AXA übel über den Tisch gezogen, weil man ja an einem technischen Defekt eben immer ein wenig mitschuld sei.

8. Nachdem die Nachbarin sich quasi durch Verplappern beim Drohen selbst bezichtigt hat, besucht mich einer ihrer zeitweiligen Anwälte im Buchladen. Er (Anwalt in der Kanzlei Troeltsch) sagt mir, „man kann sich ja auch einreden, eine Tat begangen zu haben“.
Ich reagiere ein wenig angesäuert, weil ich ihn so verstehe, als unterstelle er ICH würde mir einreden seine Mandantin sei es gewesen. Er stellt richtig: nein, SIE, seine Mandantin könne es sich bloß einreden, ohne es auch gewesen zu sein. Ich bin zu verblüfft, um das ernstzunehmen. Heute ärgere ich mich, nicht weitere Gespräche mit ihm gesucht zu haben, denn irgendetwas muß er herausbekommen haben, das für mich wichtig hätte sein können. Unter Umständen wollte er mir gar sagen, man könne seiner Mandantin alles in der Psychiatrie eingeflüstert haben?

9. Jetzt passiert das Skurrilste: eines Abends will ich Papier in meine Altpapiertonne werfen (Nachbarin hat eine eigene), da sehe ich ganz oben drauf ein Vorstandsrundschreiben der Marburger PDS an meine Nachbarin liegen, namentlich adressiert im Briefkopf.
Gedankengang liegt nahe: Demo gegen PDS – Brand – Nachbarin sagt sie war’s – nun ein Beleg, sie ist in der PDS, gegen die ich demonstriert habe und dort bedroht worden bin.
Eigentlich könnte ich ja jetzt einen Rachfeldzug gegen die PDS beginnen, mag sich derjenige denken, der das (wie sich zeigen wird gefälschte) Schreiben dort hingelegt hat.
ABER: ich kenne einen aus dem PDS-Kreisvorstand zufällig, weil er mit einem Nachbarn meines Ladens in Marburg befreundet ist. Den rufe ich an, eigentlich bloß um ihm einen Gefallen zu tun, damit er die „feurige“ Person vielleicht in der Mitgliederliste streicht, aus Imagegründen. Und siehe da, es ist immer gut mit den Leuten zu reden: die durch eigenes Erzählen und durch dieses Vorstandsrundschreiben verdächtige Frau ist und war nie Mitglied dort. Da sie nicht Mitglied war und ist, kann sie auch keine Vorstandsrundschreiben bekommen, denn die schickt man dem Vorstand, und nicht irgendwelchen Brandstiftern. Das wurde später nochmal bestätigt. Die Frau  war KEIN Parteimitglied und keine Interessentin dort, wäre ja auch unpassend gewesen, bei ihrem nächtlichen antisemitischen Geschrei nach dem Brand immer!

10. Ich räche mich, indem ich die CONTINENTALE dazu bringe, mich erfolglos wegen angeblichem Mordplan gegen einen Vermittler eines bestimmten Vertrages anzuzeigen.
Für den Prozeß vor dem Landgericht brauche ich einen Anwalt (Dr. Ziegler), dieser fordert die Ermittlungsakte an (was mein Anwalt gegen die zahlungsunwillige AXA – Dr. Draschka – komischerweise nicht getan hatte) und der Oberstaatsanwalt schickt ihm nicht nur diese eine, sondern auch die Ermittlungsakte im zurückliegenden Brandfall (dafür bin ich dankbar, sonst wüßte ich heute noch nicht daß es KEIN technischer Defekt war).
Daraus erfahre ich zwar, daß mit Sicherheit KEIN technischer Defekt vorgelegen haben KANN, Täter konnten aber halt leider keine ermittelt werden. Dies ist mir völlig neu, denn vorher hatte mir eine Sachbearbeiterin in der Staatsanwaltschaft den Einblick in diese Akte verwehrt, denn da „könne ja jeder kommen“.
Die CONTINENTALE darf die Gerichts- und Anwaltskosten übrigens alleine tragen, nachdem das Verfahren eingestellt wird, das die CONTINENTALE offensichtlich aus Jux und Dollerei um die Behörden sinnlos zu beschäftigen angestrengt hatte.
Es ist eben keine Straftat, wenn ICH der CONTINENTALE schreibe, daß „der Vermittler des obigen Vertrages sterben wird“, denn alle sterben ja mal irgendwann, nicht wahr?

11. Fazit: da wurde also ein GEFÄLSCHTES Vorstandsrundschreiben einer politischen Partei oben auf meine Mülltonne gelegt, wo ich es finden sollte,
nachdem es gebrannt hatte, nachdem einige Leute wußten ich bin da auf der Demo gegen die PDS von einem PDS-Sympathisanten mit Öcalan-Anstecker bedroht worden, nachdem die Person an die das gefälschte Rundschreiben adressiert war gedroht hatte mein Haus „wieder“ anzuzünden, was ich natürlich auch wutentbrannt im Laden weiterverbreitet hatte.
Aber alle Erwähnten scheinen ja nichts mit dem Brand zu tun zu haben, denn: WOZU fälscht jemand so ein Parteirundschreiben? Da es nicht echt war, muß ja jemand etwas damit beabsichtigt haben. Eine falsche Spur.
Wo jemand eine falsche Spur legt, muß es auch eine echte ganz woanders hin geben!
Wer war’s?

Aus der Lausitz hat mir ein Sorbenvögelchen gezwitschert, daß die Bösen in Sachsen sitzen.
Da soll es einen Doppelgänger vom Räuber Hotzenplotz geben, der durch den versuchten Wahlantritt einer wendischen Minderheitenpartei nebenan in Brandenburg ähnlich dem SSW in Schleswig-Holstein grundlos seine Pfründe bedroht sah.

Über Hessenhenker

Ich bin ein Künstler, wenn auch mit 1,78 m kein großer.
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Eine Antwort zu Die gefälschte Spur nach dem Brandanschlag

  1. hubert der freundliche schreibt:

    Das hört sich ja so an als würden sich die arbeitslos gewordenen Spione des kalten Kriegs ein Stelldichein geben. Da ist es ja Schade, daß die NSA noch nicht abgehört hat, sonst könnten sie vieleicht dort mal nachfragen, aber pensionierte BND’ler können mitunter auch mal gesprächig werden und von ihrem Maulwurferlebnis erzählen.

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