Tipp für Brandstifter

Einige Zeit nachdem mein Haus bereits einmal zum Hitlergeburtstag gebrannt hatte (laut SPD-Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg LANGWEILIG), kam ich abends von der Arbeit nach Hause, kurz vor Null Uhr, und stellte fest, bereits vor der Haustür roch es ungesund. Nach dem von John Steinbeck in „Die Früchte des Zorns“ beschriebenen „würzigen Duft der Landstraße“, nämlich nach Diesel bzw. Heizöl.
Im Licht der Taschenlampe sah ich: da war auf der Türschwelle gleich unter dem Briefschlitz versucht worden, mit einem oder mehreren Esbitwürfeln (Ölofenanzündern) Öl in Brand zu setzen. Ein trockener Kreis auf dem Beton zeigte an, wo es gebrannt hatte.
Außerhalb des kleinen Kreises war die Stufe dunkel, dort war das Öl eingesickert.
Im Hausflur dann standen ganze Öllachen noch auf dem gefliesten Fußboden, eine Menge war offenbar auch hier eingesickert.
Da hatte mir also jemand Öl unter der Türschwelle ins Haus gegossen.
Nur mal angenommen, ganz hypothetisch natürlich, beim Täter habe es sich um eine Frau gehandelt: dann ist die verblödete Fotze wahrscheinlich nach dem Anzünden der Esbitwürfel wie eine Irre davongerannt, in der Erwartung, daß es nun wie in „Stirb Langsam“ oder bei James Bond gleich ganz fürchterlich „Fump!“ macht und die ganze Bude in die Luft fliegt.
Liebe Brandstifter: so funktioniert das nicht! *
Wer jemals einen Ölofen hatte, weiß doch: das kriegt man einfach nicht zum Brennen.
Da muß man Flugzeugbenzin nehmen, so wie beim World Trade Center!

Übrigens sah man ganz deutlich aufgrund der verkleckerten Ölspur, woher die dort verteilten Ölkannen gekommen waren. Allerdings wollte die überaus höfliche Polizeistreife auf keinen Fall bei der zugehörigen polizeibekannten Person klingeln, um mal nachzufragen was das soll, denn: das wäre ja RUHESTÖRUNG jetzt um die Zeit, dafür bekam ich aber eine Äußerung zu den Spuren dieser erneuten erfolglosen Brandstiftung: „Sowas macht aber doch niemand“.
Ach so.

Fußnote:
* Anfangs war ich – wegen dem Schreck – selber doof. Denn ich dachte tatsächlich kurz, das sei Benzin. In dem Fall wäre da nur noch ein aschebestreuter Parkplatz gewesen statt einer halben Ruine, als ich da nachts ankam.

Über Hessenhenker

Ich bin ein Künstler, wenn auch mit 1,78 m kein großer.
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4 Antworten zu Tipp für Brandstifter

  1. hubert der freundliche schreibt:

    Ach was, hab gar nicht gewußt, daß unterlassene Hilfeleistung ab Null-Uhr nicht mehr strafbar ist.

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    • Hessenhexer schreibt:

      Genau, die wollten der Ollen nicht helfen.
      So nach dem Motto „Dir helf ich gleich“.
      Als ich nach eine halben Jahr mal nachgefragt habe, wieso ich denn deswegen eigentlich nicht mal wenigstens die übliche Einstellungsverfügung (des Ermittlungsverfahrens, nicht meine Einstellung als Henker) kriege, hieß es dort nur: „WELCHE Anzeige? Hier liegt keine vor. Haben Sie ein Aktenzeichen?“

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    • hubert der freundliche schreibt:

      Bei der Polizei ist dieser „Niemand“ aber sehr beliebt, so ein braver Bürger, der hängt wahrscheinlich auch eingerahmt in jedem Revier.

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