Zeitreise

Sind Sie sicher, daß Zeitreisen unmöglich sind?
EINE Zeitreise jedenfalls würde Amöneburg vor dem Café Hitlergeburtstag bewahren:
könnte ich eine Woche vor den Brand in der Zeit zurückreisen, würde ich sofort Norbert Hethke anrufen, er soll bitte gleich direkt kommen und nicht erst in 2 Wochen.
Dann hätte ich nämlich meinen Piccolo-Schatz rechtzeitig glücklich verkauft und könnte auf den ganzen Brand und die lebensgefährliche AXA scheißen.
Wenn ich gutgelaunt wäre, könnte ich sogar am Morgen nach dem Brand der Person auflauern, die sich zu diesem Zeitpunkt gegenüber meinem jagenden Nachbarn böse verplappert hat, ihr einen Blumenstrauß und einen Tausender überreichen und dazu sagen: hier, Brandentschädigung gibt’s zwar nicht, aber da, sollst auch nicht leben wie eine ungläubige Hündin.

Als Folge dieser Zeitreise würde ich dann auch kein Motiv gehabt haben, „EntHAUPTet die CDU“ zu fordern. Anders Arendt wäre Banker geblieben und hätte mutmaßlich in Griechenland mitspekuliert, Oliver Haupt säße im Rathaus auf dem Berg, und der Bauamtsleiter im Ebsdorfergrund würde seinen Chef drängeln, er solle doch bitte ganz dringend Landrat werden, um dann im Grund selber als Bürgermeisterkandidat antreten zu können.
Die eine Woche Unterschied hätte also eine Menge Unterschiede im Geschehen verursacht.
Genau deshalb sind Zeitreisen verboten.
Mal angenommen, Anders Arendt beherrschte die Zeitreise: es gibt Sitzungen, die würden nach 5 Stunden erneut von vorn beginnen. Immer wieder. Wie in Punxsatoney (Und ewig grüßt das Murmeltier).

Über Hessenhenker

Ich bin ein Künstler, wenn auch mit 1,78 m kein großer.
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19 Antworten zu Zeitreise

  1. Gewinnmitteilung schreibt:

    „Anders Arendt wäre Banker geblieben und hätte mutmaßlich in Griechenland mitspekuliert, Oliver Haupt säße im Rathaus auf dem Berg, und der Bauamtsleiter im Ebsdorfergrund würde seinen Chef drängeln, er solle doch bitte ganz dringend Landrat werden, um dann im Grund selber als Bürgermeisterkandidat antreten zu können.“
    Anders Arendt würde jetzt wahrscheinlich wie eine Sau von Talkshow zu Talkshow gejagt…
    Oliver Haupt wäre ein Gewinner, wäre er doch im Amt geblieben.
    Schulz wäre ebenfalls Gewinner, denn er würde Landrat.
    Richter-Plettenberg wäre auch Gewinner, denn er würde (zwar verspätet) Bürgermeister.
    Wiegand wäre Gewinner, es hätte ja nicht gebrannt an besagtem Termin.
    Heute haben wir nur Verlierer, angefangen mit Anders Arendt, der eine Wahl nach der anderen verliert. Weiter geht es mit Herrn Wiegand, gefolgt von Herrn Schulz, denn er muss jetzt weiterhin Bürgermeister bleiben und kann nicht Landrat werden. Herr Haupt hat ja bekanntermaßen seine Wiederwahl auch verloren. Aber wie heißt es so schön: Es kann nur einen geben: Michael Richter-Plettenberg! Er ist der Gewinner. Mit überragender Mehrheit Bürgermeister und mit deutlichem Vorsprung bald auch Landrat. Nur wenn dieses unsägliche Café eröffnet wird, verliert Amöneburg (und damit auch Richter-Plettenberg) seinen guten Namen.

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    • Hessenhenker schreibt:

      Ich gönne es ja jedem der G<enannten, Gewinner sein zu dürfen.
      Aber warum soll meine schöne Café-Hitlergeburtstag-Idee "unsäglich" sein?

      Bitte sprechen Sie mir doch einmal ganz langsam nach:
      Kaffeeeee Hitler Geburrrrtstag.
      Na, war doch ganz einfach! Und die Welt ist nicht untergegangen dabei.

      Mit dem Café Hitlergeburtstag bin ich der Gewinner!
      Wie Sie so schön formulierten, werde ich statt Anders Arendt nämlich damit "wie eine Sau von Talkshow zu Talkshow gejagt…"
      Ist mir aber egal: mich interessieren nur kurze Beiträge für ausländische TV-Sender.
      Deutsche Talkshows zahlen doch nix.

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    • Hessenhenker schreibt:

      @ Gewinnmitteilung: kleiner Denkfehler: mein Zeitreise-Szenario besagte, daß ich ein paar wenige Piccolo-Heftreihen eine Woche vor dem Brand statt wie geplant grob eine Woche danach verkauft hätte. Dafür hätte ich 3 Häuser kaufen können, DAS war der Knackpunkt.
      Daß es nicht gebrannt hätte, ist nicht Teil meines Zeitreise-Szenarios, das zu verhindern wäre zu gefährlich.
      Hätte ich in der Realität vorher gewußt, daß da etwas geschehen wird, und in der Scheune mit dem dicken Knüppel auf den oder die Brandstifter gewartet, wer weiß, vielleicht hätte ich dann plötzlich erschossen im Brandschutt gelegen.

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    • Leerstand schreibt:

      Einen weiteren Gewinner wird es geben: den Besitzer der Räume für das unsägliche Café.
      Mein Vorschlag: warum sollen nicht alle etwas davon profitieren dürfen?
      Man könnte doch an den Hessenhenker mal freundlich herantreten mit folgendem Vorschlag:
      das Café wird eine Wanderausstellung, mal in dem einen, mal in dem anderen Laden.
      Ich rechne mir aus, dem jeweils aktuellen Besitzer wird sofort vom Landkreis ein Angebot gemacht, damit dem Café gekündigt wird.
      Und dann zieht es ein paar Häuser weiter, der nächste Amöneburger bekommt ein Angebot, und das geht dann reihum so weiter.

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      • Fliegender Holländer schreibt:

        Jemand sollte dem „Hessenhenker“ einen Trailer zur Verfügung stellen, vorzugsweise mit gelbem Nummernschild. Dann gehört er zum ‚fahrenden Volk‘ und kann seine Hitlertournee(c) starten. Am Ende sieht er aber auch nur gelbe Schilder: ‚Umleitung‘. Die Städte und Gemeinden werden vorsorgen.

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        • Hessenhenker schreibt:

          Das wäre cool, da könnte ich kostenlos an der Umsonst-Tanke heizen und aufladen.
          Kann man da auf dem Rathausparkplatz den ganzen Winter über stehen, wenn das Ladekabel ununterbrochen kräftig was läd? :mrgreen:

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      • Hessenhenker schreibt:

        @ Leerstand: ich bin für alles offen, was beiden Seiten Nutzen bringt.
        Voraussetzung ist aber, daß mein jetziger Rauminhaber mich nicht mehr darin brauchen kann. Dem gegenüber will ich mich nicht undankbar verhalten, er macht mir das ja schließlich erst alles möglich.

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    • Fliegender Holländer schreibt:

      Es geht mit Herrn Richter-Plettenberg scheinbar steil berg auf, wie „Gewinnmitteilung“ richtig erkannt hat. Dank der neuen Überhangsmandateregelung wird er sogar direkt vom Landrat zum Bundestagsabgeordneten aufsteigen können. In 15 Jahren ist dann als SPD-Bundeskanzler alles möglich.

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  2. Geländekutsche schreibt:

    Sie waren mit der Idee eines Café Hitlergeburtstag nicht der Erste.
    Es gibt bereits einen Hitler Shop:
    http://www.mopo.de/panorama/keine-boese-absicht—–hitler–shop-in-indien-sorgt-fuer-aerger,5066860,17002686.html

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  3. Ungnädig schreibt:

    Reiß doch bitte mal irgendjemands in die Zeit zurück und haut dem Hessenhenker kräftig eine aufs Maul, bevor er die ganze Henkerhuberei begonnen hat.

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  4. tudelhuh schreibt:

    Oh mein Gott!
    Bitte bitte keine Zeitreisen.

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