Gut, prostituiere ich mich eben anders

Ich hatte ja 300 Jahre keine Lust auf Sex. Das lag nicht etwa daran, daß in meiner Jugend „Heisse Hösschen“*  modern waren, sondern daran daß mich ein Neandertaler bespringen wollte, und entgegen dem beliebten Beichtstuhl-Kinderfickerwitz** nicht etwa für ein Snickers oder ein Eis, sondern gratis. Dabei wäre ich, wenn überhaupt, prinzipiell nur gegen Micky-Maus oder Fix-und-Foxi*** zu haben gewesen.
Nun gut, die Skandal-Polemik mal beiseite, als Kind hätte ich mich eher umbringen lassen als so etwas mitzumachen. Auch nicht für eine Million.
Heute, wo es finanziell nicht um mich, sondern um die Gesundheit meiner Gefährtin geht, kann ich auf einmal verstehen, warum sich Menschen verkaufen. Eigentlich ist es ja ein „Vermieten“, es handelt sich ja nicht um eine Organspende, sondern um zeitweisen Körperverleih. Zu blöde, daß jetzt wo ich so alt aussehe wie ich nie werde (andere sind in meinem Alter schon tot), mir die Kinderficker**** nicht mehr nachgaffen.
Aber ich habe die Lösung: prostituiere ich mich einfach in der Politik. Dort sind zwar schon ausreichend Huren vertreten, aber der Wähler will Frischfleisch.

Was mich immer noch keinen FußPenisbreit interessiert, ist die Handhabung solcher Dinge auf der Stiftsschule. Der eine Leser, den das tangiert, der soll doch eine Bürgerinitiative aufmachen. Ich rede den Kannibalen ja auch nicht in ihren Essensplan rein, was gehen mich da die angeblichen zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen Schülern und Lehrern in Amöneburg an?

Fußnoten:
* Heisse Hösschen: die wurden so tief vorne und hinten in die Schlitze gezogen, daß sich die Mädchen auch gleich hätten rasieren und die Hosen mit Schamlippenstift auftragen können.
** Ja ich weiß: bei den Arschlöchern gab’s gar keine Beichte.
*** Pädagogisch verantwortungsvolle Kinderficker hätten nie mit Comics bezahlt, denn „die verderben ja die deutsche Jugend“. Die Comics, nicht die Kinderficker.
**** Wäre keine Lösung: die machen es genauso wie die üblichen Parteien und wollen alles umsonst oder für einen Euro.

Über Hessenhenker

Ich bin ein Künstler, wenn auch mit 1,78 m kein großer.
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12 Antworten zu Gut, prostituiere ich mich eben anders

  1. Fickberger schreibt:

    Wird das cafe Hitler ein Puff?

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  2. Frank Fester schreibt:

    Sie prostituieren sich mit Anders (Arendt) ??

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  3. zweitesselbst schreibt:

    ja, hart, und ich befürchte, es wird noch härter. Das Leben, die Prostitution, und überhaupt. Sry, bin heut mal wieder nicht so gut drauf. bb

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  4. Hubert der Freundliche schreibt:

    Ist Sex eine schmutzige Sache? Ja, aber nur, wenn man’s richtig macht.

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