Amöneburger Anonymus hat was zu meckern

Eine zwischen Gehässigkeit und Selbstmitleid wegen der Sinnlosigkeit der eigenen Existenz schwankende Stimme meinte mich heute telefonisch anmeckern zu müssen.
Meine Behauptung in einem der letzten lustigen Amöneburg-Artikel stimme doch gar nicht, ich hätte mich doch bei dem Mann „damals im Wahlkampf entschuldigt wegen der falschen Vorwürfe„.
Es geht um den Fingerzeiger, der da rief „Da brennt’s bald wieder“.

Nun, lieber anonymer Vollidiot, einmal meine ich doch ich hätte die Stimme schon zweimal gehört. Einmal als Du um mutmaßlich die CDU zu unterstützen diffamierende Scheiße über den einen Kandidaten (den „Unabhängigen“ der für die SPD im Stadtrat saß) erzählt hast, einmal als Du mir besoffen sagtest ich solle nicht so ein Gedöns um mein abgebranntes Haus machen, sicher hätte ich es doch „wie alle selber angezündet“.
Bei beiden Gelegenheiten hätte ich Dir in die dumme Fresse schlagen sollen.

So, und ich habe mich „damals im Wahlkampf“ nicht für eine Falschbehauptung entschuldigt. Waren ja bei dem Vorfall beinah zwei Dutzend Leute inklusive CDU-Bürgermeister anwesend, da wird der Rufer das schwer abstreiten können.
Allerdings wollte ich dem ehemaligen Nachbarn eine goldene Brücke bauen, darum habe ich mich bei ihm dafür entschuldigt, daß ich ihn namentlich mit seinem Spruch in einem meiner Flugblätter genannt hatte.
Dabei hatte ich diese völlig unrealistische Idee, entschuldige ich mich daß ich darüber berichtet habe, kann er sich bei der Gelegenheit entschuldigen daß er es gesagt hat. Ohne daß er sich dabei einen Zacken aus der Krone bricht.
Stattdessen krähte irgendeine Dorfbewohnerin „dor Vadder hotts abber nid gesoot“ als Antwort, und der Mann ging nicht über die goldene Brücke, um unser Verhältnis zu verschönern.
Stattdessen wurde mir ein paar Tage später von irgendeinem Idioten mit weinerlicher Stimme, die mich wieder verdammt an den Anrufer erinnerte, im Wahlkampf triumphierend vorgehalten, „jetzt, wo du gewählt werden willst“, hätte ich mich zur Verschönerung des Wahlkampfs bei dem Mann entschuldigt.

Als Oberhaupt der Kirche der Ungläubigen Hunde darf ich verkünden, daß solche Leute, egal ob anonym oder bekannt, in der Hölle 100 Jahre lang jeden Tag flüssiges Blei ins Maul gegossen bekommen.

Über Hessenhenker

Ich bin ein Künstler, wenn auch mit 1,78 m kein großer.
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