Internet-Schreiberling wegen „Qualle“ verurteilt

Irgendein unsensibler Blogger hat eine erfolglos anonyme „Claudia“ als fette Qualle bezeichnet, worauf die „einzig wahre Claudia“ Claudia Roth klagte und vor Gericht gewann.
Na, so sensibel ist der Staat nicht immer.
In meiner Nachbarschaft früher durfte monatelang jede Nacht das halbe Dorf zusammengekreischt werden, wegen dem alten angeblichen Jooooden (der da übrigens gar nicht wohnte, nur im Hirn der Kreischerin),
dann erhielt der Mann (der immer noch nicht dort wohnte, der Mann wohnte sogar in einem Nachbarland der BRD) sogar Pakete – und zwar mit MEINER (Nachbarhaus) Anschrift.
Da wurde nachts Hitler rezitiert (täuschend echt, dachte erst es ist eine Schallplatte),
dann fand ich plötzlich Namensschilder des älteren Herrn an mein Klingelschild geklebt,
na ja, irgendwann brannte am Wochenende das Haus,
ein paar Monate später nach Drohungen “bald brennt es wieder” fand ich abends beim Heimkommen einen Hausflur voller Heizöllachen vor – durch die Tür ins Haus gegossen und erfolglos vor der Haustür versucht anzuzünden, man sah noch die Esbitreste. Man sah auch daß die Ölkanne getropft hatte, man sah also deutlich daß das Öl aus dem Keller des Nachbarhauses herangetragen worden war.
Die Polizei hat nicht mal bei der Kreischerin geklingelt, “Kein Beweis”, “könnte ja jeder”, “kein Anlaß”, “wäre Ruhestörung”, “keine Handhabe”, “die Öltropfen können ja von sonstwann sein”.

Umso wichtiger daß bei Quallen sofort durchgegriffen wird.

Ach ja, der von der nächtlichen Kreischerin als “alter Jude” titulierte Herr erhielt übrigens vor wenigen Jahren das “Marburger Leuchtfeuer”. Dabei hat SEIN Haus in Wien gar nicht gebrannt.
Von meinem konnte man den Feuerschein allerdings bis in die äußeren zu Marburg gehörigen Dörfer sehen!

Was mich ein wenig beunruhigt: auch in Marburg fragte mich mal eine ältere Frau, ob ich etwa „e Judd“ sei. Ich hab das Wort erst gar nicht verstanden, die sehr sehr ehrenwerte Dame (ich bin vorsichtig, will ja nicht verklagt werden, LOL) mußte das Wort „Judd“ zweimal wiederholen und mir dann doch auch noch als „Jude“ übersetzen. Mit manchen Wörtern hab ich’s halt doch nicht so in Platt.

Und ehe es wieder brennt: nein, ich bin keiner! Ich sehe nicht mal so aus (Achtung: möglicherweise rassistische Bemerkung, falls mich wer dafür verklagen möchte).
Eigentlich sah ich, als ich noch in Amöneburg gewohnt habe, nicht mal alt aus.

Über Hessenhenker

Ich bin ein Künstler, wenn auch mit 1,78 m kein großer.
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