Die CDU hat den falschen Kandidaten aus dem Hut gezaubert

Aufgrund des in Fulda heimlich als unfair gehandelten Rücktritts des langjährigen Altbürgermeisters von Bad Salzschlirf wurde nun ja (wegen der entfallenen Abwahlkampagne) ein halbes Jahr eingespart.
Immer unter der Voraussetzung, Faber wäre auch nach der Schlammschlacht wirklich abgewählt worden.  Das kann man vorher nämlich nie wissen. Genau wie auf hoher See und vor Gericht nämlich ist man am Wahlabend in Gottes Hand. Und am Wahlabend zusätzlich noch in der Hand der Wähler. Dann zählt nicht mehr, was Fraktionsführer irgendwo in Hinterzimmern ausgehandelt haben, der Wähler weiß es ja nicht, und er soll es ja auch nicht wissen, sonst wählt er nachher nie wieder CDU, das kann man ja nicht verantworten.
Die in Fulda kursierende Geschichte geht so: eigentlich hatte die CDU einen ganz anderen Kandidaten auf den Bürgermeistersessel hieven wollen. Der ist aber zur Zeit noch nicht abkömmlich. Durch seinen Rücktritt hat Armin Faber den Zeitplan völlig durcheinandergebracht, und die CDU hat dann in der Eile Matthias Kübel genommen, weil der gerade zufällig Zeit hatte. Alle weiteren Kandidaten, die sonst gerne zusätzlich als unabhängige Einzelbewerber ihr Glück versucht hätten, schafften es in der Kürze nicht, sich zu entscheiden bzw. sich einfach zum Sammeln der Unterschriften auf nach Bad Salzschlirf zu machen.
Und so treten nun Matthias Kübel (erstmals) und Anders Arendt (ausdauernd wahlkampferfahren) gegeneinander an. Und irgendwie freut sich die Basis der Fraktionen garnicht so wie erhofft über den doch vorher lautstark geforderten Rücktritt des Altbürgermeisters.
Man hat’s halt nicht leicht in der Politik.

Über Hessenhenker

Ich bin ein Künstler, wenn auch mit 1,78 m kein großer.
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12 Antworten zu Die CDU hat den falschen Kandidaten aus dem Hut gezaubert

  1. Anders Arendt schreibt:

    So viele unabhängige Einzelbewerber, die den Mut haben, ohne Unterstützung einer Partei bei Bürgermeisterwahlen anzutreten, gibt es ganz einfach nicht. Das ist schon fast so etwas wie eine Marktlücke. Am besten stehen die Chancen, wenn der unabhängige Bewerber völlig unterschätzt wird. Dieses Konstellation gab es z.B. im Jahr 2002 in Amöneburg. Auf die nächste Chance dieser Art musste ich nun fast 10 Jahre warten, aber Ausdauer kann sich lohnen. Wie sagte einst Kostolany: „Zäh bleiben, wenn man von etwas überzeugt ist“. Die CDU und ihr Herr Kübel mögen sich selbst noch dafür feiern, dass sie bald die Macht in Bad Salzschlirf übernehmen. Aber diese Wahl ist gelaufen! Bad Salzschlirf hat schon länger als die meisten anderen Kommunen parteilose Bürgermeister und diese Tradition wird sich fortsetzen.

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    • Hessenhenker schreibt:

      Ich habe es schon erlebt, daß aus EINEM gemeinsamen Kandidaten aller Fraktionen plötzlich durch Zellteilung sage und schreibe VIER gaaaaaaaaaanz ganz unabhängige Kandidaten wurden. Plus noch einen Unabhängigen, der aber wenigstens vorher nicht in der Zellteilungsmasse enthalten war. 😀

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  2. Anders Arendt schreibt:

    Jetzt wird bald auch klar werden, warum ich zur Ablenkung in Breitenbach und Amöneburg (2011) absichtlich so schlecht abgeschnitten habe. Dadurch haben mich inzwischen alle bereits abgeschrieben und trauen mir keinen Erfolg mehr zu.

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    • Hessenhenker schreibt:

      Wenigstens haben Sie aber auch schon mal einen haushohen Sieg gegen den Favoriten der CDU hingelegt.
      Das schreit nach einer Wiederholung!

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    • Otto E. Umpfenwängler schreibt:

      Genialer Plan! Sie haben die miserablen Ergebnisse als zielgenau geplant! Und nun der Sieg in Bad Salzschlirf, atemberaubend. Herr AA, Sie sind wirklich nicht nur realitätsfern, sondern anscheinend auch größenwahnsinnig.

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      • Anders Arendt schreibt:

        Sie müssen es nicht verstehen, Sie blicken eh nicht mehr durch.

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        • Otto E. Umpfenwängler schreibt:

          Sie sind sowas von nass! Was sagen Sie denn nach Ihrer nächsten katastrophalen Niederlage? Über Sie lachen doch alle nur und Sie merken es nicht mal!

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          • Anders Arendt schreibt:

            Lachen echt alle über mich? Dann könnte ich als Hape-Kerkeling-Verschnitt vielleicht wirklich Geld verdienen. Sie wissen ja: „Witzischkeit kennt keine Grenzen!“. Haben Sie sich eigentlich mit meinem Gegenkandidaten schon auseinander- bzw. vielleicht sogar in Verbindung gesetzt? Vielleicht zahlt Ihnen die CDU in Fulda für Ihr Gutachten, in dem nun zweifelsfrei belegt wurde, dass ich „nass“ bin, auch 60.000 Euro?

            Das fällt mir gerade eine Anekdote ein: Ein Freund von mir, der mal Stadtverordneter der Freien Wähler in einer hessischen Stadt war, begründete seine schwindende Freude an der Politik wie folgt:

            „Da wird stundenlang diskutiert und heraus kommen Beschlüsse der Qualität „das Wasser ist nass“, also Dinge, die wir bereits alle wissen. Es kann dann aber auch passieren, dass die beim nächsten Mal mehrheitlich beschließen „das Wasser ist trocken“, und dann ist das Wasser trocken, da machst du nichts dagegen, das ist dann so, weil sie es nun mal mehrheitlich beschlossen haben.“

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            • Otto E. Umpfenwaengler schreibt:

              Wenn Sie ihr idiotischen Ansichten als Comedy verstehen würden, könnten Sie damit wirklich Geld verdienen.

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            • Anders Arendt schreibt:

              Warum drehen Sie so durch, Herr Dumpfwängler? Welche Ansichten meinen Sie denn? Lesen Sie meinen vorhergehenden Beitrag nochmal, da habe ich doch nur einen Freund zitiert. Wenn ich selbst so eine schlechte Meinung von den Politikern hätte, würde ich doch kaum weiterhin politisch tätig sein wollen. Denken Sie nächstens mal über Ihre Kommentare vorher etwas nach. Sie sind verdammt schlecht und einfallslos geworden. Gehts Ihnen nicht gut? Oder liegts am Alter?

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  3. Anders Arendt schreibt:

    Diese Wiederholung kommt doch jetzt, warten Sie es einfach ab. Am 17. Juni ist es so weit.

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  4. Anders Arendt schreibt:

    Was halten denn die Leser hier von meinem Wahlkampfslogan?
    Arendt statt Kübel – Wählen Sie das kleinere Übel!

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