Marburg: Betongarten statt Heizpilz

Ein Marburger Bekannter läßt seit einem Jahr den Garten mithelfen, das Haus aufzuheizen.
Eine logische Handlungsweise, denn die hiesige Geschäftsstelle der Grünen plakatierte zwar „Die Sonne schickt uns keine Rechnung“, dafür tun das aber die Stadtwerke um so lieber.
Mein Bekannter hat nämlich das lästige Laub rechen auf dem Rasen ein für alle mal abgeschafft und jeden freien Quadratzentimeter im Garten betoniert. Nun kann er fix mal eben fegen oder mit dem Schlauch abspritzen, und es gibt nie wieder dreckige Schuhe im Garten.  Zwar hat er wohl nicht daran gedacht, rund um die Bäumchen ein paar Zentimeter mehr unbetoniert zu lassen, weil Stämme ja auch dicker werden – aber er meint das wächst trotzdem.
Inzwischen ist der Boden zur Tarnung gegen Fotos aus der Luft grünlackiert (keine Paranoia, denn Ämter überprüfen auf diesem Wege immer mal, ob nicht jemand unter Verstoß gegen die Bauordnung heimlich einen Geräteschuppen auf sein Grundstück gestellt hat) und damit sogar noch leichter abwaschbar. Der zunächst nicht bedachte Nebeneffekt, der ihm bei den steigenden Energiepreisen nun zugute kommt: statt wie vorher einen Kühleffekt hat sein Garten nun einen Aufheizeffekt. Steigern kann er den Wahnsinn eigentlich nur noch, wenn er jedes bebaute Fitzelchen mit Bürgermeister Kahles Solarzellen bepflastert.
Ja, Marburg ist eben ein ganz besonderes Pflaster.

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Ich bin ein Künstler, wenn auch mit 1,78 m kein großer.
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3 Antworten zu Marburg: Betongarten statt Heizpilz

  1. Frank Fester schreibt:

    Unglaublich, was Sie da schon wieder schreiben! Der Garten ist Privatsache -ob betoniert oder nicht- und geht niemanden etwas an. Auch nicht Herrn Dr. Kahle und die Marburger Grünen. Vielleicht soll ja auch noch gefließt werden und das geht schlecht auf einer Grasfläche.

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  2. Pingback: Besser als Sex | Hessenhenker – der Galgenhumor-Blog

  3. Helmut Hirsch schreibt:

    Umweltfrevel!

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