Indiana Jones and the Hessenhenker of Doom *

Man begegnet im Leben zufällig so vielen Menschen einen Augenblick, daß man sich ein bisschen vorkommen kann wie Forrest Gump.
Meine Zufallsbegegnungen waren mir im Moment des Erlebens oft peinlich: einmal hatte mich mein Vater als kleinen Jungen zu einem Soldatentreffen ehemaliger Weltkriegsteilnehmer mitgenommen (Zweiter Weltkrieg, nicht etwa Erster!). Da stand ich kleiner Träumer, als Leseratte für die richtige Welt der Erwachsenen noch völlig ungeeignet (eigentlich genau wie heute), staunend in einer Kaserne am Straßenrand und guckte sonstwohin. Den heranrollenden Panzer bemerkte ich wegen des Lärms  nicht.
Plötzlich wurde ich unsanft gepackt und zurück gerissen. Der Mann, der mich da so hart gepackt hatte, sprach dann irgendwas Erwachsenes mit meinem Vater, dann strich er mir doch glatt (peinlich peinlich,  ich wurde ganz bestimmt sehr rot im Gesicht) über die Haare und sagte: „Das ist aber ein braver kleiner Junge“. Oh mein Gott, niemand will als Kind, das so etwas über einen gesagt wird.
Ich wollte sterben! Genau davor hatte mich der Mann vielleicht gerade bewahrt. Das wurde mir erst viele Jahre später klar, als ich in der Bundeswehr war und gesehen habe, wie Dinge aussehen, über die eine Panzerkette gewalzt ist.
Nun zur Berühmtheit an sich: daß der Mann berühmt war, war nicht das Glück für mich. Mein Glück war, daß er in diesem Moment da war.
Hätte ich einen Zeitsprung zurück machen können und einem Gleichaltrigen so um 1920 herum (also lange vor meiner Geburt) erzählen können, daß ich diesem Mann begegnet bin, da hätte jeder „richtige deutsche Junge“ dem ich das erzählt hätte die Augen weit aufgerissen und neidisch gerufen: „Waaaaas, deeeeeem  bist Du begegnet!“
Ruhm ist vergänglich, würde ich das nämlich HEUTE einem Kind gleichen Alters erzählen, wäre die Antwort: „WEEEEEER soll das sein?“
Während die Jahre wie im Fluge vergehen, kommt es inzwischen darauf an, WIE man so etwas erzählt.
Meine jüngere Freundin versichert mir immer wenn ich meckere daß der Mensch altert,  daß ich NICHT alt bin (sie kann offensichtlich gut Lügen).
Aber als wir zufällig anwesend waren als im Hintergrund der  Film „The Phantom Train of Doom“ lief (heißt auf deutsch „Indiana Jones und der Geisterzug des Todes“, zeigte ich auf den Schauspieler der den oben erwähnten Mann spielte und sagte: „DER hat mich als Kind davor bewahrt, überfahren zu werden“. Da guckte mich mein Schatz ganz erschrocken an und rief: „Ooooooh my goooood! This movie is about 1916! Oh my god, you are old, dschinn dschinn!“
Die Ironie an der Geschichte ist, daß man heutzutage in der verkackten Medienwelt theoretisch in solche Sendungen wie „Lanz“ eingeladen werden kann, weil man mal einem begegnet ist der „in einem Indiana-Jones-Film vorkam“.
Man darf aber (wir sind in Deutschland) nichts Positives über den Mann sagen, sonst wird man vor laufender Kamera aus dem Studio gejagt.

* Fußnote: ja ja, ich weiß. Die Überschrift ist ein wenig wie die Schaufensterbeschriftung „Kaffee to Go“. Globalisierung halt auch in meinen Überschriften! Globalisierung ist nur ein anderes Wort für Niveausenkung.

Über Hessenhenker

Ich bin ein Künstler, wenn auch mit 1,78 m kein großer.
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18 Antworten zu Indiana Jones and the Hessenhenker of Doom *

  1. vitzliputzli schreibt:

    jedenfalls wars kein chinese. die lassen ja sogar überfahrene kleinkinder in ihrem blut kaltblütig herumliegen. das steht mal fest.

    van gogh und adolf schließe ich mal aus.

    bleibt noch speer als lebensrettungskandidat. beim lustigen pluspunktesammeln?

    haben sich damals panzer echt noch bewegt? so mit sprit und so? wäre heute kaum noch denkbar!

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  2. hessenhenker schreibt:

    Speer? Ich weiß gar nicht, wann der eigentlich aus Spandau entlassen wurde? war das nicht erst unlängst? Kalt, ganz kalt. Adolf kommt auch in einem der Kinofilme vor, das war aber die Fernsehserie von George Lucas.

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  3. vitzliputzli schreibt:

    ich guck selten fern. ich brauch einfach zu lange, um mich jeweils zu erholen. internet ist einfacher und gesünder. man tippt was, muss aber nicht hingucken….

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  4. vitzliputzli schreibt:

    da ist was dran 😦

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  5. Möööööb schreibt:

    Richtiger Deutscher Junge? Was ist das denn?

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  6. feuriooh, aber wie ?! schreibt:

    Mann, Du machst es einem aber nicht leicht : Nichtmals die Waffengattung tustest Du angebern, Du Angeber ! Also,
    sagen wir mal – also nicht Cinemateast oder wie das heißt – … von Mahnstein ? Galland ? Wie hieß noch der braune Stuka-Arsch … und auf den mit den Brandverletzungen tätige Fligeroffizier komm ich jetzt auch nicht. Panzer-Meier ? – Ich tu ma googlen.
    Beuys ! Der war auch Stukaflieger und wurde von den Russen per Abschuss zum Künstler gemacht .

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    • hessenhenker schreibt:

      Ich bin entsetzt, was man aus meinen wenigen Sätzen für abenteuerliche Vermutungen zusammenklabüstert.
      Waffengattung ist von heute aus nicht so einfach zu sagen, damals lief es unter Kolonialamt/Schutztruppe, dem Sinn nach müßte man sie eigentlich ganz unter Waffengattung „Polizei“ einordnen (in Asien zählt man die Polizei tatsächlich als eine Waffengattung mit dazu).

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  7. feuriooh, aber wie ?! schreibt:

    Entsetzen wollte ich Dich natürlich nicht. – Schutztruppe ? Von Scheubner-Richter, der Christenhelfer beim Genozid im Osmanischen Reich, – ach ne, der ist beim Hitlerputsch erschossen worden. – Lettow-Vorbeck, der Afrikaheld, ahm Massenmörder ? Ma gucke, lt. Wikipedia (* 20. März 1870 in Saarlouis; † 9. März 1964 in Hamburg) war ein deutscher Offizier, zuletzt General der Infanterie sowie Kommandeur der Schutztruppe für Deutsch-Ostafrika im Ersten Weltkrieg und Schriftsteller. – Könnte noch hinkommen, wenn de alt jenuch bisst.

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    • hessenhenker schreibt:

      Gut daß ich gerade reinschaue! 🙂

      Zuerst die religiöse Antwort, die ich als Gründer der „Kirche der Ungläubigen Hunde“ gebe:
      Natürlich bin ich alt genug! Schließlich bin ich ja nicht das erste Mal auf der Welt.

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  8. hessenhenker schreibt:

    Und hier die eher esoterische Antwort (ich muß auch den Lesern von „Esotera“ und „Titanic“ etwas bieten):
    ich will nicht hoffen der Mann hat mich mit seinem Handauflegen verhext.
    Nicht daß er mir seine Glatze angehext hat, ich mag es nicht keine Haare auf dem Kopf zu haben.
    Nicht daß ich so ende wie Udo Lindenberg und die Mähne am Hut rumtragen muß.

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  9. hessenhenker schreibt:

    Als mein Papa Kind war, gab es statt Fernsehen, statt Star Trek und Star Wars eben „Rolf Torring“ oder „Sun Koh“, und da war noch eine Kolonial-Romantik als einziges Erbe der Kolonien verblieben. Daneben gab es Verbände, in denen Kinder und Jugendliche ihre Zeit verbrachten: Rotfrontkämpferbund, Reichsbanner (SPD-nah . . .), Hitlerjugend, oder den konservativen Stahlhelm, wer da wo beitrat hatte weniger mit Politik zu tun als damit wo denn die Kindheitsfreunde zufällig waren.
    Im Stahlhelm war mein Vater gewesen, ich denke daher kannten die sich auch nur.
    Ungefähr so, als wenn man nach 30 Jahren auf ein Schulfest geht und erkennt den alten Lehrer wieder.

    Als ich es noch cool fand Linke zu ärgern habe ich gerne mal mit Kenntnissen über das Tanganjika-Territorium provoziert, sicher war der Oberstleutnant Lettow-Vorbeck ein Kriegsheld,
    es hätte aber auch Größe bedeutet wenn er sich entschieden hätte NICHT zum Kriegshelden zu werden. Die Position von Gouverneur Schnee ist ja nicht nur aus heutiger Sicht die rationalere.

    Was hat es gebracht? Die Leute in Ostafrika sind nur dafür gestorben, ins Geschichtsbuch zu kommen. Das war im Westen eigentlich schon 1914 überholt. Für die Legende war Ostafrika nur in Deutschland eine Zeitlang nach dem in Europa verlorenen Weltkrieg wichtig, weil man sagen konnte dort aber wirklich im Felde unbesiegt (eine in Weimar ganz wichtige Phrase) geblieben zu sein.

    Wenn der Kriegsheld Paul von Lettow-Vorbeck GLEICH 1918 die Konsequenz gezogen und den damals völlig üblichen europäischen Rassismus überwunden hätte (was er später wohl hat), dann hätte er den Kriegsgegnern noch nachträglich unermeßlichen Schaden zufügen können.
    Er hat es nicht getan, und so haben seine britischen Kriegsgegner dann nach dem Krieg für ihn – „enemy mine“ – gesammelt.

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  10. feuriooh, aber wie ?! schreibt:

    Nun, Du hast also Lettow-Vorbeck getroffen, der Dich vor dem Überfahrenwerden rettete ?!

    Folgendes versteh ich aber überwiegend nicht :
    „Was hat es gebracht? Die Leute in Ostafrika sind nur dafür gestorben, ins Geschichtsbuch zu kommen. Das war im Westen eigentlich schon 1914 überholt.“
    – Was war überholt, – Kolonien überhaupt ? Wenn man kolonial expandieren will, dann kann man doch nicht wegen dem Hauptkrieg in Europa das mit Mühe Gewonnene einfach so aufgeben. – Was wollte Gen. Schnee denn ?
    Auf wikip. las ich, daß Sch.-Richters Kriegsführung sehr defensiv war. Das Schlimme war, die Schlächterei an den Hereros . . .
    Nach 1933 – Sch.-R. durfte auftreten und reden – wurde er von der SA verprügelt.
    Wenn er auch mit von Dir kurz mit euro-üblich skizzierten Rassismus charakterisiert wurde, so war er eventuell kein Rassist im Sinne des (Rasse-)Antisemitismus. – Weißt Du das evtl. ?
    ( – Denn)
    “ Für die Legende war Ostafrika nur in Deutschland eine Zeitlang nach dem in Europa verlorenen Weltkrieg wichtig, weil man sagen konnte dort aber wirklich im Felde unbesiegt (eine in Weimar ganz wichtige Phrase) geblieben zu sein.“
    – Ja, für die Niederlage sollte ja erfolgreich der „Dolchstoß“ aus der Heimat durch die „freimaurerisch-jüdische Weltverschwörung“ verantwortlich gemacht werden, – eine wesentliche agitatorische Startrampe für die Verbreitung des aggressivsten und Weltverschörungs-Antisemitismus durch bzw. zugunsten DNVP und NS. Kein Wunder, daß die 2 Hauptfiguren der OHL weiter sehr bedeutend blieben für die Bekämpfung und Wiederabschaffung der republikanischen Demokratie, ich glaub Hindenburg, nicht Hitlerförderer Ludendorff, war es Hindenburg der trotz Eingeständnis der milit. Niederlage Wochen später beim Interviem mit einer britischen Zeitung das erstemal vom „Dolchstoß“-Verrat an der Heimatfront sprach.

    „Wenn der Kriegsheld Paul von Lettow-Vorbeck GLEICH 1918 die Konsequenz gezogen und den damals völlig üblichen europäischen Rassismus überwunden hätte (was er später wohl hat), dann hätte er den Kriegsgegnern noch nachträglich unermeßlichen Schaden zufügen können. – – Er hat es nicht getan, und so haben seine britischen Kriegsgegner dann nach dem Krieg für ihn – „enemy mine“ – gesammelt. <<
    Wie hätte das, die Konsequenzen und der Schaden aussehen können ? Versteh ich nicht, auch "enemy mine" . . .

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    • hessenhenker schreibt:

      Lettow-Vorbeck dachte natürlich in den Bahnen der Zeit, in der er lebte.
      Im Gegensatz zu den Wiki-Besserwissern, die aus heutiger Zeit alles natürlich wie immer besser wissen, hat er seine Meinung in vielen Punkten später geändert.
      Um das gerecht einzuordnen (um überhaupt den Menschen damals gerecht werden zu können), genügt es sich mal die „modernen“ deutschen Ostafrikafilme aus dem 3. Reich anzusehen. Jahrzehnte später wurde da ein Bild von den „dummen Negern“ und von den „treuen Schwarzen“ die lustigerweise dann Achmed oder so hießen gezeichet (Nazipropagada Richtung arabische Welt), daß man heute mit dem Kopf schüttelt. Das sollte man aber auch, bevor man da mit der Nazikeule draufhaut, mal mit dem Klischeebild von Schwarzen in US-Filmen vergleichen, die NACH dem 2. Weltkrieg gedreht wurden.
      Damit verglichen war Lettow-Vorbeck ja schon von Anfang an eher modern und wenig rassistisch eingestellt.
      Er kämpfte erfolgreich dafür, daß seine ehemaligen schwarzen Soldaten von der Bundesrepublik Deutschland ihren ausstehenden Sold plus Pension bekamen. Den wollte nämlich von den Gutmenschen keiner zahlen. Der Effekt war wohl wertvoller als die ganze gezahlte Entwicklungshilfe.

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    • hessenhenker schreibt:

      Gouverneur Schnee wollte die Kolonie intakt erhalten.
      Hätte das Deutsche Reich gewonnen (und zu einem Verhandlungsfrieden hätte es ja genügt daß ein einzelner Idiot einen dummen kleinen Brief nicht geschrieben hätte), dann wäre doch sowieso der territoriale Vorkriegsstand wieder hergestellt worden.

      Die Gegenargumentation war, es müßten soviele Ententetruppen wie möglich in Übersee gebunden werden.
      Die dort gegen uns eingesetzten Truppen wurden aber hauptsächlich doch erst aufgestellt, WEIL die Schutztruppe erfolgreich kämpfte.
      Kriegsentscheidend oder verlängernd war daran nichts und wäre es auch bei einem deutschen Sieg (in Europa) oder dem Verhandlungsfrieden nicht gewesen, den wir ja fast bekommen hätten.

      Nach der Kapitulation war Deutsch-Ostafrika zerstört, allein schon weil die Schutztruppe bei den Rückzügen dem Gegner immer versucht hat den Nachschub und damit auch die Requirierung von Lebensmitteln zu stören. Also die eigenen Felder der eigenen Leute abgebrannt hat.

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  11. hessenhenker schreibt:

    Zum Schaden den er hätte dann hinterher noch anrichten können, schreib ich hier nachher noch was!

    „Enemy mine“ war eine Anspielung auf den SF-Film. Da werden ja zwei Gegner zu Freunden.
    Gemeint hatte ich: in Deutschland war L. zwar ein Kriegsheld, sonst aber geächtet, weil auf einmal waren ja alle schon immer gegen Kolonien gewesen. Daß er nicht verhungerte, verdankte er seinem oberkommandierenden Kriegsgegner auf dem afrikanischen Kriegsschauplatz (General Smuts), der im ehemaligen Feindesland für ihn Sammlungen veranstaltete.

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  12. hessenhenker schreibt:

    So, die noch fehlende Antwort:
    was hätte Lettow-Vorbeck nach dem Krieg tun können, um trotz Kapitulation den Gegnern in Afrika noch einmal zu schaden?
    Waffen und Munition (zugegeben nicht mehr viel, weil die Schutztruppe sich mangels Nachschub zuletzt Waffen und Munition beim Kriegsgegner ausleihen mußte) nicht den Briten übergeben, sondern wie die Japaner in Südostasien lieber an die einheimischen Widerstandsbewegungen übergeben.
    Was, die gab es nicht? Dann hätte er deren Gründung selbst initiieren können.
    Er hätte den Afrikanern ein für die anderen Kolonialreiche fatales Selbstbewußtsein geben können, indem er deren Leistungen beim mehrmaligen Zurückschlagen der damals größten Kolonialmacht der Welt mehr anerkannt hätte. Noch mehr, als er das ja tat.
    Wenn man gesagt hätte, schaut mal wie die Briten vor euch davongerannt sind, hätte man den anderen Kolonialmächten ganz Afrika in Brand setzen können.
    Denn warum nicht, die Felder der eigenen Bevölkerung in der Kolonie hat man ja immer wieder selbst niedergebrannt, damit der nachrückende Feind nichts Verwertbares vorfand.
    Die logische Antwort auf den Sieg der Anderen wäre gewesen, deren Sieg in tausend kleine Niederlagen zu verwandeln. Statt vier dazugewonnener Kolonien (Togo, Kamerun, Südwest und Ostafrika) hätten es für die Kriegsgegner dann bald 77 aufständische eigene Kolonien werden müssen.
    Um überhaupt die Verhältnisse in Afrika psychologisch umzukehren, hätte das „wandernde Schutzgebiet“ vor der Kapitulation schnell noch Beförderungen raushauen müssen wie Kanzler Schröder einen Tag vor der Amtsübergabe an das Merkel.
    Und wenn sie jeden Askari zum General ernannt hätten!
    Jeden Dorfhäuptling zum Obristen, usw.
    Wenn man den Schwarzen zugestanden hätte, daß SIE die Portugiesen, Belgier und Briten immer wieder geschlagen hätten, hätte man in Afrika auslösen können was nach 1945 in Indonesien geschah, und die Sieger des Weltkriegs hätten an ihren Kolonien keine Freude mehr gehabt.

    Übrigens ist die armseelige Versorgungssituation der Schutztruppe zu Kriegsbeginn der Beweis, daß Deutschland den 1. Weltkrieg nicht lange geplant hatte, wie man mir noch 1988 weismachen wollte. Denn was hätte Lettow-Vorbeck mit Waffen und Munition und hunderttausend vorbereiteten Mann erreichen können?
    Daß es Lettow-Vorbeck in Ostafrika gelang seine Truppe so lange ungeschlagen bewegen zu können, ist mit dem Genie von General Lee in Virginia zu vergleichen. Nur hatte es ja auch 1865 bei Lee nichts genützt. Lettow-Vorbeck war von Anfang an ein Lee ohne Munition und Truppen.

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