Eine Tüte Pressefreiheit

Als  mein Haus 1997 gebrannt hatte, schrieb die Oberhessische Presse hinterher:
„Scheunenbrand in Mardorf“. Immer wenn ich bei dieser Zeitung im Forum den Tag des Brandes erwähne, wird mein Account für immer gesperrt und ich brauche einen neuen.  Bloß weil es zum Hitlergeburtstag gebrannt hat . . . Dabei hatte die Presse in Marburg nicht immer solch eine Phobie gegen den Namen „Hitler“.
Ganz besonders nicht am Tag nach der Machtergreifung.
Ich dagegen bin mir keiner Schuld bewußt, denn ich habe diesen Tag noch nie gefeiert.
Wieso also soll ich mir verbieten lassen das Datum zu erwähnen? Verstößt es gegen die Pressefreiheit, im Forum einer Tageszeitung Tatsachen zu erwähnen?
Ist Pressefreiheit etwa das, was NICHT in der Zeitung steht?

Meister Beuys hat mir als Kind gesagt ich soll was machen, und ich habe es wieder getan.
Hier: 1 Tüte Pressefreiheit

Auch Künstler müssen von etwas leben, darum verkaufe ich jetzt zerschnippselte Zeitungen.
1 Tüte Pressefreiheit für nur 2000 € (ja ja ich weiß, das ist der Preis der Freiheit).
Das Geld kriegt meine Verlobte in der 3. Welt, damit sie nicht verhungert, jetzt nachdem die Lebensmittelpreise dort stark steigen weil CDU-Umweltminister Röttgen Biosprit wollte und deshalb Konzerne jetzt weltweit die landwirtschaftlichen Flächen zum Anbau nachhaltiger Rohstoffe aufkaufen.

Über Hessenhenker

Ich bin ein Künstler, wenn auch mit 1,78 m kein großer.
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10 Antworten zu Eine Tüte Pressefreiheit

  1. vitzliputzli schreibt:

    Unter Pressefreiheit versteht man doch, daß man sein Abonnement gekündigt hat?
    Das Gegenteil ist GEZ-Meinungszwangsbewirtschaftung.

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  2. vitzliputzli schreibt:

    da hocken überall kleine winzige meinungsdiktatoren. auf jedem presseposten mittlerweile. alle ferngesteuert über den steuerchip im linkshirn. 😦

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  3. Frank Fester schreibt:

    Guten Abend Hessenhenker,
    wann wird noch mal die Veranstaltung mit Pierre Vogel sein??
    Bitte irgendwo bekanntgeben.
    Grüße aus Berlin,
    Frank Fester

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    • hessenhenker schreibt:

      Ich habe mir gedacht, meine Kirche der Ungläubigen Hunde klagt sich (falls wir die Räume nicht im Guten bekommen) für die Veranstaltung „Marburger Religionsgespräche 2012″ auf dem katholischen Amöneburg in Räume des Bistums Fulda (denn die bekommen staatliche Zuschüsse für die Stiftsschule auf dem Berg, muß also auch für öffentliche Veranstaltungen zur Verfügung stehen).
      Denn in Amöneburg wurde mir zum Hitlergeburtstag das Haus angezündet, ich muß doch der Gemeinde etwas wiedergeben. Schließlich kenne ich das Wort Dankbarkeit, ich bin von Gestern!

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